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Akustikusneurinom – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Lesedauer: ca. 10 min.
Bei dem Akustikusneurinom handelt es sich um einen gutartigen Turmor, der aufgrund seines verdrängenden Größenwachstums ein Abdrücken von Nervenbahnen und damit einen Hörverlust, Tinnitus oder auch Schwindel verursacht.

Was genau ist ein Akustikusneurinom?

Das Akustikusneurinom ist ein gutartiger Hirntumor mit (mindestens) drei Namen:
Akustikusneurinom – Vestibularisschwannom – Kleinhirnbrückenwinkeltumor. Es ist ein primärer Tumor – bildet keine Tochtergeschwülste (Metastasen) –  entartet nicht zu Krebs –  ist nicht ansteckend und wächst im Allgemeinen sehr langsam. Diese Merkmale sind allerdings die einzigen bedingt tröstlichen, denn das Akustikusneurinom ist trotzdem ein Tumor im Kopf, wo er nicht hingehört. Bleibt er unerkannt und unbehandelt, kann er über kurz oder lang erst zu lästigen und später zu lebensbedrohenden Beschwerden führen.

Akustikusneurinom ©Henrie (Fotolia)

 

Das Akustikusneurinom besteht aus unkontrolliert wachsenden Schwannschen Zellen der Nervenhülle des Nervus Vestibulocochlearis. Dieser Hirnnerv hat zwei Anteile – den Hörnerv (Nervus cochlearis) und den Gleichgewichtsnerv (N. vestibularis). Die beiden Nervenanteile treten, eng aneinander liegend, aus dem Hirnstamm aus und verlaufen durch den Kleinhirnbrückenwinkel und den inneren Gehörgang zum Innenohr. Das Akustikusneurinom wächst fast immer aus dem vestibulären Anteil dieses Hirnnervens, woraus sich der oft verwendete Name Vestibularisschwannom herleitet.

Zwar wird das Akustikusneurinom als gutartiger Tumor klassifiziert, trotzdem sollten Sie beim Verdacht auf die Diagnose etwas dagegen unternehmen. Den Besuch beim Hals-Nasen-Ohrenarzt können wir Ihnen nicht abnehmen, doch haben wir für Sie alle wichtigen Informationen über Akustikusneurinom-Symptome, -Therapie und -Prognose zusammengestellt.

Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich. Rufen Sie uns an. Oder fordern Sie jetzt gleich eine telefonische Beratung an. Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zum besseren Hören.

Ursachen für ein Akustikusneurinom: Wie entsteht der Tumor?

Das Akustikusneurinom ist ein langsam wachsender Tumor der Schwannschen Zellen, einer Zellart des Bindegewebes, das die einzelnen Nervenfasern im Nervus vestibulocochlearis untereinander elektrisch isoliert. Es kann aufgrund seiner verursachten Funktionsstörungen (Hörverlust, Tinnitus, Schwindel) eine große Auswirkung auf das Alltagsleben und die soziale Interaktion der Betroffenen nach sich ziehen.

Was passiert in den Nervenzellen?

Die  den Tumor bildenden Schwannschen-Zellen umhüllen die Nervenbahnen mit einer elektrischen Isolierschicht, die diese von außen umschließt. Diese Isolierschicht ist für eine optimale Weiterleitung von Nervenreizen verantwortlich: Informationen können also schneller weitergegeben werden. Drückt nun ein wachsender Tumor auf den Nervenbahnen, werden die Blutversorgung und damit auch die Nervenleitgeschwindigkeit und die Informationsweitergabe beeinträchtigt.

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Arten des Akustikusneurinoms: Medialer Tumor und lateraler Tumor

Abhängig davon, wo genau im inneren Gehörgang der Tumor der Schwannschen-Zellen auftritt, unterscheidet man zwischen einem medialen und einem lateralen Tumor:

Medialer Tumor Lateraler Tumor
Der Tumor ist zur Mitte hin gelegen. Der Tumor ist zur Seite hin gelegen.
Der Ort des Tumors ist der Kleinhirnbrückenwinkel: An dieser Engstelle zwischen Kleinhirn und Felsenbein liegen zentrale Anteile von sehr vielen Hirnnerven. Der Ort des Tumors ist der innere Gehörgang (Meatus acusticus internus): Durch diesen Kanal im Felsenbein-Knochen verlaufen wichtige Nerven, neben Gleichgewichts- und Hörnerv auch der Geschmacks- und Gesichtsnerv.
Mit zunehmendem Wachstum quetscht der Tumor hier immer mehr Nerven ein.
In der Folge entstehen Druckschädigungen an den betroffenen Nerven, die sich in unterschiedlichen Symptomen ausdrücken.
Auch hier entstehen durch das Wachstum des Tumors Quetschungen der Nerven, die in der Folge ebenfalls Druckschädigungen mit unterschiedlichen Symptomen nach sich ziehen.

Symptome des Akustikusneurinoms

Jede Form der Schwerhörigkeit äußert sich anders und erfordert individuelle Behandlungsmethoden. Da eine Hörminderung von den Betroffenen selbst häufig aber erst einmal nur als grundsätzliches Problem erkannt wird, hilft ein Hörtest beim HNO-Arzt oder beim Hörgeräteakustiker, die Symptome medizinisch zu deuten.

In der Regel tritt das Akustikusneurinom einseitig und damit mit einem einseitigen Hörverlust auf. Weil insgesamt drei typische Symptome zusammenfallen, spricht man auch von einer Symptomtrias:

Darüber hinaus kann das Akustikusneurinom auch Gesichtsschmerzen oder Taubheitsgefühl im Kiefer auslösen. Diese Symptome treten jedoch nur sehr selten auf, wenn der Tumor nicht nur den Hörnerv, sondern auch weitere Nerven einquetscht. Wird der Tumor so spät erkannt, dass er bereits eine extreme Größe hat, kann auch der Hirnstamm von der Quetschung betroffen sein. Übelkeit, Erbrechen und Bewegungsstörungen weisen auf eine solche Komplikation am Hirnstamm hin.

Erfahren Sie mehr über Hören und Hörhilfen in unserem kostenlosen Informationspaket mit Hörgeräte-Muster. Schon in wenigen Tagen in Ihrem Briefkasten!

Wie lässt sich ein Akustikusneurinom diagnostizieren?

Um das Akustikusneurinom auszuschließen oder zu bestätigen, kann der HNO-Arzt neben Anamnese und Spiegeluntersuchung drei verschiedene Untersuchungmethoden anwenden:

In dieser Broschüre finden Sie Wissenswertes und Hilfreiches zum Thema "Hören und Hörhilfen".
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Möglichkeiten der Akustikusneurinom-Behandlung

In welcher Form die Akustikusneurinom-Therapie erfolgt, hängt in der Regel davon ab, wie groß der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose ist. Hat er eine Größe von mehr als 3 cm, steht eigentlich immer eine Operation an.

Die vollständige Tumorentfernung ist ratsam, wenn der Tumor groß genug ist. Aus diesem Grund sieht man bei Tumoren, die kleiner als 3 cm sind, in den meisten Fällen von einer operativen Entfernung ab. Hier gilt es abzuwarten und den Tumor regelmäßig zu kontrollieren, bis er die entsprechende Größe für eine Akustikusneurinom-Operation erreicht hat. Weil der Tumor gutartig ist und keine Metastasen bildet, setzt dieses Verfahren den Patienten keiner Gefahr aus, einzig die Hörminderung kann bis nach der OP bestehen bleiben.

Alternativ kann die sogenannte stereotaktische Radiochirurgie angewendet werden: Bei dieser Form der Akustikusneurinomtherapie wird der Tumor einer extrem hohen Strahlendosis ausgesetzt, die ihn zerstört.

Unter bestimmten Umständen ist für eine bestimmte Gruppe von Patienten auch die Strategie „wait and see“, also das Wartens unter Beobachtung sinnvoll, sofern einzelne Symptome nur sehr schwach auftreten oder zu keinerlei Beeinträchtigungen führen.

 


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