Telefon: 0800 075 6556

Fachberatung | Mo-Fr: 8-18 Uhr

Rückrufservice

Telefon: 0800 075 6556

Fachberatung | Mo-Fr: 8-18 Uhr

Rückrufservice

Audiogramm – alle wichtigen Informationen zu diesem Hörtest

Ihr Weg zum besseren Hören. Wir beraten Sie gern.

Mithilfe der folgenden Fragen können wir Sie gezielt in Ihrer Hör-Situation beraten:

Haben Sie Probleme mit dem Hören in geräuschvollen Situationen (Gesprächsrunde, Restaurant, Straßenverkehr)?

Tragen Sie bereits ein Hörgerät?

Haben Sie eine Empfehlung oder Verordnung eines HNO-Arztes zum Tragen eines Hörgerätes?

Wurde in den letzten 12 Monaten schon einmal ein Hörtest bei Ihnen durchgeführt?

Zum Hörgerät: Wie wichtig ist Ihnen ein unauffälliges Design und eine kleine Bauform?

Leiden Sie unter Ohrgeräuschen / Tinnitus?

Jetzt Beratung anfordern

*Pflichtfelder

zurück
weiter

Das Audiogramm - Der Hörtest in 3 Schritten verständlich erklärt

Lesedauer: ca. 6 min.
Wenn Sie Ihren HNO-Arzt aufsuchen und Ihr Hörvermögen testen lassen wollen, wird dieser einen Hörtest vornehmen, um Ihre Hörkurve zu ermitteln. Dieser Test wird als Audiogramm bezeichnet. Die Audiogramm- Auswertung verrät dem Experten, welche Art von Hörverlust vorliegt. Dabei kann das Tonaudiogramm nicht nur von einem HNO-Arzt, sondern auch von einem fachkundigen Hörakustiker durchgeführt werden.

Das Audiogramm – der Hörtest in 3 Schritten verständlich erklärt

1. Hertz und Dezibel – Die Messwerte bei einem Audiogramm

Bei einem Audiogramm wird die Hörschwellenkurve für unterschiedliche Frequenzen aufgezeichnet. Dabei bezeichnet die Hörschwelle den Bereich, der für das Gehör gerade noch als Ton wahrnehmbar ist. Die Audiogramm-Messung zeigt auf der horizontalen Achse die Frequenz (in Hz) an, während die vertikale Achse die Lautstärke (in dB) definiert. Auch die Nulllinie des Audiogramm spielt eine wichtige Rolle, denn sie zeigt die Hörschwelle bei einem Jugendlichen mit intaktem Hörvermögen an und dient als Referenzwert.

2. Bei der Messung selbst stehen zwei Schwellwerte im Fokus:

Zum einen ist von der Luftleitung die Rede. Dabei wird ermittelt, wie der Schall vom Außen- ins Mittel- und schließlich bis zum Innenohr übertragen wird. Zum anderen wird die Knochenleitungsschwelle gemessen. Damit ist die Übertragung der Schwingungen über die Schädeldecke hin zum Innenohr gemeint. Im Normalfall findet die Schallübertragung über die Luftleitung statt, die den regulären Hörvorgang ermöglicht. Sollte jedoch eine Schwerhörigkeit vorliegen, bei der die Schallübertragung vom Außen- zum Innenohr gestört ist, so kann man sich die Knochenleitung zunutze machen. Spezielle Hörgeräte können so angepasst werden, dass das Hören auf diesem Weg wieder weitestgehend möglich ist.

Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich. Rufen Sie uns an. Oder fordern Sie jetzt gleich eine telefonische Beratung an. Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zum besseren Hören.

3. Wie wird ein Audiogramm erstellt?

Wenn zu prüfen ist, ob eine Schallempfindungsstörung oder eine andere Art der Beeinträchtigung des Hörvermögens vorliegt, wird ein Audiogramm wie folgt durchgeführt: Dem Patienten wird ein spezieller Kopfhörer aufgesetzt. Über diesen erklingen Töne in verschiedenen Frequenzbereichen. Jeder Ton ist erst einmal so leise, dass man ihn auch mit gesundem Gehör kaum wahrnehmen kann. Die Lautstärke wird dann solange verstärkt, bis der Patient diesen deutlich vernehmen kann. Auf diese Weise prüft der HNO-Arzt oder Akustiker  die jeweilige Hörschwelle. Die Töne werden zudem noch weiter verstärkt, bis der Patient sie als zu laut empfindet.

Nachdem dieser Teil des Audiogramms erfolgt ist, wird dem Patienten ein Knochenleitungshörer jeweils auf den Knochen hinter dem Ohr gesetzt.  Nachdem die Luftleitung bereits gemessen wurde, kann die Knochenleitung nun gemessen  werden.

Ein Audiogramm lesen – so funktioniert die Audiogramm Interpretation

Wer ein Audiogramm schon einmal gesehen hat , fragt sich wahrscheinlich, wie dies zu lesen oder zu interpretieren ist. Die Interpretation eines im Rahmen eines Hörtests erfolgten Audiogramms ermöglicht eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten der Hörminderung. Wenn die Luftleitung zum Beispiel nur schlecht funktioniert, während die Knochenleitung nicht beeinträchtigt ist, spricht man von der sogenannten Schallleitungsstörung. In dem Fall wird der Schall nicht von außen nach innen über das Mittelohr weitergeleitet, was zu den entsprechenden Einschränkungen beim Hören führt.

Gründe gibt es dafür viele: Es kann sein, dass der Schall von einem Fremdkörper an der Weiterleitung gehindert wird. Vielleicht gibt es aber auch einen Mittelohrerguss oder Probleme im Bereich des Trommelfells oder der Gehörknöchelchen. In den allermeisten Fällen ist eine einfache Behandlung durch den HNO-Arzt möglich, um das Problem weitestgehend oder ganz zu beheben.

Auch eine Schallempfindungsstörung lässt sich mit Hilfe eines Audiogramms  diagnostizieren. In diesem Fall verlaufen die beiden ermittelten Hörkurven parallel. Allerdings liegen die Hörschwellen in manchen Frequenzbereichen deutlich über denen eines gesunden Gehörs. Besonders häufig trifft das bei hohen Frequenzen zu, sodass die Lautstärke deutlich angehoben werden muss, damit solche Töne noch wahrgenommen werden können. Dieses Phänomen kann zum Beispiel im Zusammenhang mit der sogenannten Altersschwerhörigkeit auftreten. Da eine OP sowie auch Medikamente in diesem Fall nicht helfen, ist ein Hörgerät eine gute Wahl, um das Problem anzugehen. Moderne Hörgeräte können gezielt genutzt werden, um den nachgewiesenen Hörverlust merklich zu mindern und die Lebensqualität deutlich zu steigern!

In dieser Broschüre finden Sie Wissenswertes und Hilfreiches zum Thema "Hören und Hörhilfen".
Jetzt zum kostenlosen Download anfordern.


Das könnte Sie auch interessieren:

Das Ohr – Informationen rund um das Gehör und mögliche Erkrankungen

Das Ohr ist ein sehr wichtiges Sinnesorgan des Menschen: Es ermöglicht nicht nur das Hören, sondern ist auch Gleichgewichtsorgan und sorgt dafür, dass wir einen Gleichgewichtssinn besitzen. HNO-Ärzte beschäftigen sich mit dem Ohr und den damit verbundenen Krankheitsbildern z. B. Hörverlust, Schwindel. Weiterlesen

Der HNO-Facharzt – Ihr Partner für alle Belange der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Eine Hörstörung zu erkennen und zu behandeln gehört zu den Aufgabe eines Hals-Nasen-Ohren-Arztes. Weiterlesen