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Hörsturz: Schwerhörigkeit ohne erkennbare Ursache

Lesedauer: ca. 13 min.
Als Hörsturz bezeichnet man eine plötzlich auftretende Schallempfindungsschwerhörigkeit, verursacht durch eine Störung im Innenohr. Sie betrifft in der Regel nur eine Seite des Gehörs und hat keine äußerlich erkennbare Ursache. Von einer leichten Schwerhörigkeit mit Hörverlusten in unterschiedlichen Frequenzbereichen bis zur völligen Gehörlosigkeit kann der Hörverlust bei einem Hörsturz sämtliche Abstufungen annehmen.

Definition Hörsturz – Wie äußert sich ein Hörsturz?

Scheinbar aus dem Nichts befällt das Gehör plötzlich ohne erkennbare Ursache eine Hörminderung. Der Grad der Schwerhörigkeit, der durch einen Hörsturz ausgelöst wird, ist höchst variabel wie auch die Funktionsstörung hinsichtlich des Frequenzbereiches: Von einer geringfügigen Einschränkung in einem kleinen Frequenzbereich bis hin zu einer hochgradigen Funktionsstörung auf allen Frequenzen ist alles möglich.

Der Ort der Funktionsstörung des Hörsturzes ist das Innenohr: In der Regel tritt der Hörverlust einseitig auf und zeigt sich im Tonaudiogramm als Schallempfindungsschwerhörigkeit.

Sollte Ihr akuter Krankheitsverlauf bzw. Hörverlust den Verdacht auf einen Hörsturz wecken, empfehlen wir Ihnen, zeitnah einen HNO-Arzt aufzusuchen.

Sie haben noch Fragen und möchten mehr erfahren? Wir von Hör24 beraten Sie gerne und helfen Ihnen bei der Suche nach einem HNO-Arzt. Rufen Sie uns einfach kostenlos an!

Ist ein Hörsturz einmal aufgetreten, kann die Erkrankung sehr unterschiedlich verlaufen. Geringe Beschwerden klingen oft im Laufe von Stunden oder wenigen Tagen wieder ab. Auch Spontanheilungen, bei denen die Symptome so schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen sind, sind keine Seltenheit. Andere Ausprägungen des Hörsturzes allerdings können so stark sein, dass, wenn eine medikamentöse Therapie nicht zuvor erfolgreich war, sie oft nur mit Hilfe eines Hörgerätes behandelt werden können.

Epidemiologie – Wer ist am häufigsten betroffen?

Aktuell beträgt die Inzidenz eines Hörsturzes Deutschland zwischen 160 und 400 pro 100.000 Einwohner im Jahr. Das bevorzugte Erkrankungsalter liegt – mit fallender Tendenz – um das 50. Lebensjahr. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen, im Kindesalter ist der Hörsturz eine Seltenheit.

Hörverlust mit Nebenwirkungen: Was bemerke ich bei einem Hörsturz außer dem Hörverlust?

In vielen Fällen tritt der Hörverlust bei einem Hörsturz in Kombination mit einem Tinnitus auf. Dieser kann sich u.a. als ein Pfeifen, Rauschen, Zischen oder Heulen äußern. Häufig wird beim Hörsturz auch ein erhöhtes Druckgefühl im Ohr oder ein pelziges Gefühl um die Ohrmuschel herum von dem Betroffenen angegeben. Das Hören kann durch eine erhöhte Schallempfindlichkeit, verzerrtes oder Doppelhören verändert sein. Ein Schwindel als Nebenwirkung tritt eher selten beim Hörsturz auf. Die Symptome sind demnach so unterschiedlich wie seine Ausprägungen.

Damit Sie die Hörprobleme schnell wieder in den Griff bekommen, ist zeitnahes Handeln gefragt. Wenn zu lange gewartet wird, bevor der Hals-Nasen-Ohren-Arzt das Gehör auf Hörverlust untersucht, kann infolge eines zu spät behandelten Hörsturzes auch ein bleibender Hörschaden eintreten.

Ursachen und Diagnose

Die Medizin kennt die genauen Ursachen für einen Hörsturz nicht, hat aber verschiedene Theorien entwickelt, wie es zu einem derartigen Phänomen kommen kann.

Durchblutungsstörungen des Innenohrs werden als Ursache häufig genannt. Dabei können Veränderungen der Blutgefäße oder/und der Fließeigenschaften des Blutes eine Rolle spielen. Aber auch Infektionen und zelluläre Regulationsstörungen können eine Ursache darstellen.

Mögliche Auslöser sind

Der Hörsturz ist deshalb so schwer zu erkennen, weil er nur durch eine Überprüfung des Gehörs festgestellt werden kann und auch nicht klassisch mit Ohrenschmerzen beginnt. Schmerz hat meist andere Ursachen und deutet etwa auf eine Mittelohrentzündung hin. Da ein Hörsturz häufig ohne eine direkt erkennbare Ursache auftritt, spricht man auch von einem „idiopathischen“ Hörsturz, d.h. dass auch bei genauer Untersuchung keine organische Ursache zu finden ist. Der häufigste Erklärungsversuch für einen Hörsturz ist Stress: Weil andauernder Stress, z.B. im Berufsleben, die Durchblutung beeinträchtigen kann.

In dieser Broschüre finden Sie Wissenswertes und Hilfreiches zum Thema "Hören und Hörhilfen".
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Hörprobleme und Symptome:

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Hörsturz und Tinnitus?

Weil die Symptome häufig gemeinsam auftreten, könnte man meinen, ein Hörsturz und der Tinnitus seien dasselbe. Das ist aber nicht der Fall. Während der Hörsturz als Innenohrschwerhörigkeit selbst eine Krankheit ist, ist der Tinnitus tatsächlich eher ein Symptom als eine Erkrankung. Auch ist der Tinnitus nicht automatisch an den Hörsturz gekoppelt. Er kann auch alleine auftreten und auch nach dem Abklingen des Hörsturzes weiter bestehen bleiben.

Der Tinnitus ist aber nicht nur ein Symptom des Hörsturzes. Er kann z.B. bei Ohrenschmalz oder auch in Zusammenhang mit einem Akustikusneurinom auftreten, einem gutartigen Tumor, der von den Hirn- und Gleichgewichtsnerven ausgeht. Außerdem ist der Tinnitus häufig mit der Hyperakusis gekoppelt, einer krankhaften Überempfindlichkeit gegenüber jeglichem Schall, der eigentlich innerhalb des sonst normalen Lautstärkepegels liegt.

Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich. Rufen Sie uns an. Oder fordern Sie jetzt gleich eine telefonische Beratung an. Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zum besseren Hören.

Wie lässt sich ein Hörsturz diagnostizieren?

Schwerhörigkeit kann viele Ursachen haben und bei keiner ist sie so schwer zu diagnostizieren wie bei einem Hörsturz. Um den Hörsturz von anderen Erkrankungen des Gehörs abzugrenzen, wendet der HNO-Arzt verschiedene medizinische Ausschlussverfahren und Tests an:

Basisdiagnostik:

Im Einzelfall notwendige Zusatzdiagnostik:

Erfahren Sie mehr über Hören und Hörhilfen in unserem kostenlosen Informationspaket mit Hörgeräte-Muster. Schon in wenigen Tagen in Ihrem Briefkasten!

Otoakustische Emission (OAE): Auch dieser Test ist unabhängig von der Patientenwahrnehmung und gibt Auskunft über die Weiterleitung der vom Außenohr kommenden Schallwellen. Eine kleine Sonde, die über Lautsprecher und Mikrofon Schallwellen erzeugt, wird in den Gehörgang geschoben, um zu messen, ob der Schall das Innenohr erreicht.

Hirnstammaudiometrie: Die Hörschnecke ist der Teil des Innenohrs, der für die Weiterleitung des Schalls an das Gehirn zuständig ist. Um unabhängig von der subjektiven Wahrnehmung des Patienten bestimmen zu können, wie stark der Hörverlust ausfällt, nutzt man die Hirnstammaudiometrie (BERA). Der Schall, der von der Hörschnecke an die Hirnrinde weitergeleitet wird, kann mittels elektrischer Reize gemessen werden.

Die Anamnese und die diversen Untersuchungsmethoden dienen dazu, eine Schallleitungsschwerhörigkeit wie auch einen Hörnervenschaden auszuschließen, dabei aber eine Innenohrschwerhörigkeit nachzuweisen und Differentialdiagnosen auszuschließen.

Eine wichtige Rolle bei der Diagnose eines Hörsturzes spielt die Krankengeschichte des Patienten. Hat es z.B. schon einmal Auffälligkeiten, wie einen Tinnitus oder eine Hyperakusis gegeben, kann der Hörsturz recht schnell als Möglichkeit in Betracht gezogen werden.

Wenn Verletzungen des Gehörgangs und die Verstopfung durch Ohrenschmalz oder Fremdkörper ausgeschlossen sind, bestimmen Hörtests den exakten Ort der Hörprobleme und deren Schweregrad.

Hör24 informiert: So verläuft ein Hörsturz

Wie lange der Hörverlust bei einem Hörsturz anhält, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. In vielen Fällen verschwindet er auch von selbst wieder. Um aber dauerhafte Schäden zu vermeiden, spielt Zeit eine wichtige Rolle: Je früher der Hörsturz erkannt wird, desto besser sind auch die Aussichten auf eine erfolgreiche Therapie.

In fast 60% der Fälle gehen die Symptome nach der Behandlung vollständig zurück. Die übrigen 40% der Betroffenen können unterschiedlich starke Ohrengeräusche oder einen Hörverlust zurückbehalten. Deshalb ist es besonders wichtig, frühzeitig einen HNO-Arzt aufzusuchen.

Hörsturz: Die Behandlung -Therapie

Obwohl er schwer zu erkennen ist, lässt sich ein Hörsturz behandeln. Da die Ursache des Hörsturzes aber heute noch nicht vollständig bekannt ist, existiert keine kausale Therapie.

Dennoch haben empirische Therapieverfahren in der Praxis einen positiven Einfluss auf die Symptome des Hörsturzes gehabt und rechtfertigen aufgrund der wesentlichen Einschränkung der Lebensqualität grundsätzlich einen Behandlungsversuch.

Aber nicht jeder Hörsturz bedarf einer Behandlung. Es kann bei informierten Patienten und geringfügigen Hörverlusten ohne Beeinträchtigung des sozialen Gehörs zunächst wenige Tage lang im Einvernehmen mit dem Patienten eine Spontanremission abgewartet werden. Bei ausgeprägtem Hörverlust, vorgeschädigten Ohren sowie bei zusätzlichen Störungen des Gleichgewichts (vestibuläre Beschwerden) ist eine unmittelbare Behandlung sinnvoll.

Um die passende Hörsturz-Therapie zu ermitteln, gilt es jedoch zwischen den betroffenen Frequenzen des Hörsturzes und der pancochleären Innenohrschwerhörigkeit zu unterscheiden. Während der Hörsturz nämlich in vielen Fällen nur einen schmalen Frequenzbereich betrifft, beschreibt die pancochleäre Innenohrschwerhörigkeit eine Hörstörung über den gesamten Frequenzbereich.

Grundsätzlich aber gilt: Ein Hörsturz lässt sich umso besser behandeln, je früher mit einer Therapie begonnen wird. Wird der Hörsturz zeitnah nach seinem Auftreten erkannt und behandelt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er vollständig geheilt werden kann. Bei der Therapie spielt die Identifizierung der möglichen Auslöser eine wichtige Rolle: Nur wenn diese ausgeschaltet werden, kann das Innenohr sich erholen.

Zu den Behandlungsmöglichkeiten eines Hörsturzes können zählen:

Wird der Hörsturz nicht oder zu spät erkannt, können die Sinneszellen im Innenohr  dauerhaft geschädigt sein. Die dadurch verursachte Hörstörung ist nicht mehr mit Medikamenten zu behandeln. Deshalb kommen bei anhaltenden Hörverlust in der Regel zum Erhalt des sozialen Gehörs Hörgeräte zum Einsatz.

Zahlreiche HNO-Ärzte kooperieren bundesweit mit uns. Bei Ihrem ersten Besuch in der HNO-Praxis wird die Ursache des Hörverlustes abgeklärt, ein umfassender Hörtest und falls gewünscht eine umfangreiche Beratung zu den Versorgungsmöglichkeiten durchgeführt.

Prognose

Eine günstige Prognose ist bei isolierter Schwerhörigkeit im Tiefton- oder Mittelfrequenzbereich bzw. bei von vornherein leichtgradigen Hörverlusten zu erwarten. Mit zunehmendem Hörverlust verschlechtert sich die Prognose. Eine ungünstigste Prognose ist bei primär an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit oder Taubheit zu erwarten. Ebenfalls eine ungünstige Prognose ist bei zusätzlichen objektivierbaren Gleichgewichtsstörungen zu erwarten.

Zu einem Wiederauftreten der Krankheit kommt es bevorzugt bei Hörstürzen im Tief- und Mittelfrequenzbereich.

Kann es zu Komplikationen kommen?

Wird der Hörsturz nicht vollständig geheilt, kann ein Hörverlust zurückbleiben, der in seltenen Fällen sogar eine Taubheit sein kann. Zu den Spätfolgen zählen außerdem ein dauerhafter Tinnitus.

Sie haben noch Fragen zum Thema Hörsturz oder sind selbst betroffen? Gerne beraten wir von Hör24 Sie kostenlos zur Erkennung von Symptomen, zu Behandlungsmöglichkeiten und zur Auswahl eines Hörgeräts.


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