Mithilfe der folgenden Fragen können wir Sie gezielt in Ihrer Hör-Situation beraten:
Hörgeräte sind verordnungspflichtige, medizinische Geräte. Als solche dürfen Sie nicht ohne HNO-ärztliche Verordnung verkauft werden. Im Gegensatz zu Hörhilfen, die auch ohne Rezept online bestellt werden können, werden Hörgeräte von einem Hörexperten individuell an den Träger angepasst.
Die Kosten können bei einer nachweislichen Schwerhörigkeit anteilig oder ganz von der Krankenkasse übernommen. Das bedeutet, Sie müssen sich den Hörverlust durch einen HNO-Arzt bestätigen lassen. Dieser stellt mittels verschiedener Hörtests die Ausprägung der Schwerhörigkeit fest. Für die Verordnung eines Hörgeräts muss die Hörminderung mindestens 30 dB betragen. Eine Lautstärke von 30 dB entspricht etwa der Lautstärke eines Zimmerventilators, Flüstern oder Blätterrascheln. Beim Hörtest muss außerdem weniger als 80 % verstanden werden. Je nach Grad der Schwerhörigkeit staffelt sich die Höhe der Kostenübernahme durch die Krankenkassen.
Es gibt mehrere Preiskategorien von Hörgeräten, wie z.B.:
Geräte der Einstiegsklasse sind von „aufzahlungsfrei“ bis zu 500 Euro privater Eigenanteil erhältlich; hinzu kommt eine gesetzliche Zuzahlung in Höhe von 10 Euro je Hörhilfe, es sei denn, man ist von dieser gesetzlichen Zuzahlung von seiner Krankenkasse befreit. Selbst günstige Hörgeräte verfügen heutzutage neben den Grundfunktionen über eine gute technische Ausstattung.
Bei Geräten der Mittelklasse können bis zu 1.200 Euro privater Eigenanteil anfallen. Diese Geräte eignen sich besser für tägliches Tragen mit verschiedenen Hörprogrammen zum Fernsehen, beim Autofahren oder in geräuschvoller Umgebung. Moderne Geräte ermöglichen sogar die Kopplung mit dem Fernseher oder anderen Audiogeräten.
Bei Geräten der Oberklasse können Sie mit einem privaten Eigenanteil von 1.200 bis über 2.000 Euro rechnen. Diese Geräte verfügen über noch mehr Programme, Smart-Funktionen für die Verbindung mit elektrischen Audioquellen und ein ansprechendes, kleines und unauffälliges Design.
Auf dem deutschen Markt gibt es insgesamt über 2.000 verschiedene Hörgerätemodelle. Der Hörgerätakustiker wird Ihnen mindestens ein Hörgerät ohne oder mit einer geringen Zuzahlung anbieten. Viele Patienten entscheiden sich dennoch für ein hochwertigeres Modell mit Zuzahlung, das ihnen mehr Komfort und ein unauffälliges Design bietet.
Unabhängig vom Preis steht Ihnen ein Hörgerät ohne Zuzahlung zu, welches die Mindestanforderungen efüllt, d.h. es muss sich um ein digitales Hörgerät mit vier regelbaren Frequenzbereichen handeln. Die Hörhilfe muss über eine Rückkopplungs- und Störschallunterdrückung verfügen und mit mindestens drei Hörprogrammen ausgestattet sein.
Bei der Anpassung Ihres Hörgeräts wird Sie der Akustiker über die verschiedenen Modelle und Preise aufklären. Auch setzt sich der Hörakustiker mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung, Geräte ohne Zuzahlung rechnet der Akustiker direkt mit der der Krankenkasse ab.
Seit November 2013 wurde für gesetzlich Versicherte mit einem WHO 2 / 3 Hörverlust eine neue Festbetragsgruppe für Hörgeräte gebildet, wonach ein Betrag in Höhe von 733,59 Euro für das erste Hörgeräte festgesetzt wurde. Bei der Wahl eines solchen Hörsystems müssen Sie also nicht auf moderne Technik, Komfort und Design verzichten. Darüber hinaus gibt es dann aber auch Hörgeräte mit einer privaten Aufzahlung bis zu einer Höhe von 2.000 Euro und mehr für ein High-End-Produkt. Wartungen und Reparaturen für aufzahlungsfreie Hörgeräte werden i. d. R. von einer Reparaturpauschale gedeckt, für hochwertgte Hörgeräte zahlt man hingegen bei Reparaturen einen gewissen Eigenanteil. Der Hörakustiker erhält die Reparatupauschale von der Krankenkasse für einen Zeitraum von sechs Jahren.
Bei Privatversicherten gibt es keinen Festbetrag, der für ein Hörgerät übernommen wird. Die Höhe der Zuzahlung für Hörgeräte richtet sich nach den individuellen vertraglichen Vereinbarungen. Benötigen Sie ein Hörgerät, prüfen Sie vorab, welchen Betrag Ihre Versicherung übernimmt. Die Kriterien für eine Kostenerstattung sind jedoch nicht die gleichen wie bei gesetzlich versicherten Personen.
Wenn das Ausmaß der Hörminderung nur gering ist oder Sie aus persönlichen Gründen nicht zum HNO-Arzt oder Hörakustiker gehen möchten, können Sie eine Hörhilfe ohne Rezept online bestellen. Hörhilfen funktionieren ähnlich wie Hörgeräte. Der Unterschied ist, dass diese nicht individuell auf den Träger angepasst werden. Hör24 berät Sie gerne zu den verschiedenen Möglichkeiten. Fordern Sie ein kostenloses Infopaket an oder lassen Sie sich telefonisch beraten.
Wenn Sie Ihren HNO-Arzt aufsuchen und Ihr Hörvermögen testen lassen wollen, wird dieser einen Hörtest vornehmen, um Ihre Hörkurve zu ermitteln. Dieser Test wird als Audiogramm bezeichnet. Die Audiogramm- Auswertung verrät dem Experten, welche Art von Hörverlust vorliegt. Weiterlesen
Eine Hörstörung zu erkennen und zu behandeln gehört zu den Aufgabe eines Hals-Nasen-Ohren-Arztes. Weiterlesen