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Mittelohrentzündung – alles, was Sie darüber wissen sollten

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Eine Mittelohrentzündung fängt meist relativ harmlos an und kann zu einem temporären oder dauerhaften Hörverlust führen.

Lesedauer: ca. 10 min.
Eine Mittelohrentzündung fängt meist relativ harmlos an und beginnt häufig mit einem Schnupfen. Wenn die Viren über den Nasenrachen-Bereich dann allerdings über die Ohrtrompete im Mittelohr ankommen, kann es zu einer Entzündung der Mittelohrschleimhaut, insbesondere der Paukenhöhlenschleimhaut kommen. Druckveränderungen im Mittelohr sind die Konsequenz, was zeitgleich dazu führt, dass das Trommelfell in seiner Schwingungsfähigkeit beeinträchtigt wird. Da die Weiterleitung des von außen eintreffenden Schalls nun nur noch bedingt möglich ist, kann eine Mittelohrentzündung mit einem temporären oder dauerhaften Hörverlust einhergehen. Wer bereits eine Mittelohrentzündung erlebt hat, weiß, wie schmerzhaft diese ist.

Mittelohrentzündung – eine schmerzhafte Erkrankung des Mittelohrs

Eine Mittelohrentzündung kann akut oder auch chronisch auftreten. Ohrenausfluss, Schwerhörigkeit, ein Loch im Trommelfell sowie Ohrengeräusche und ein Druckgefühl im Ohr sind nur einige der möglichen Symptome. Hör24 informiert Sie nachfolgend umfassend zu allen Themenbereichen einer Mittelohrentzündung.

Mittelohrentzündung ©Henrie (Fotolia)

Das sind die Symptome einer Mittelohrentzündung

Eine Mittelohrentzündung beim Kind und beim Erwachsenen geht meist mit starken Schmerzen einher. Ohrenschmerzen, Fieber und Kopfschmerzen treten im akuten Stadium sehr häufig auf. Außerdem kann sich eine Mittelohrentzündung, die in der Fachsprache als Otitis Media Acuta bezeichnet wird, auch durch folgende Symptome bemerkbar machen:

Eine Mittelohrentzündung beim Kleinkind ist gerade für viele Eltern Grund zur Sorge, denn Kinder bis zum sechsten Lebensjahr sind besonders häufig von einer Mittelohrentzündung betroffen.  

So wird eine Mittelohrentzündung diagnostiziert

Der HNO-Arzt kann feststellen, ob eine Mittelohrentzündung vorliegt, indem er das Trommelfell des Patienten genauer betrachtet. Meist geht die Diagnose einer Mittelohrentzündung mit einem Hörtest einher. Denn da die Mittelohrentzündung Ursache für eine sogenannte Schallleitungsschwerhörigkeit ist, kann diese beim Hörtest leicht festgestellt werden. Ein Abstrich von dem Eiter, der bei einem geplatzten Trommelfell in den äußren Gehörgang läuft und anschließend bakteriologisch untersucht wird, ist nur in den wenigsten Fällen erforderlich, da die meisten Patienten die Behandlung mit einem Antibiotikum sehr gut annehmen. Dennoch kann eine solche Untersuchung sinnvoll sein, um den genauen Krankheitserreger zu bestimmen, sodass die gezieltere Gabe eines Antibiotikums möglich ist. Auch kann eine Mittelohrentzündung  durch Diabetes sowie Allergien verschlimmert  werden.

Mittelohrentzündung – was tun?

Um eine Mittelohrentzündung zu behandeln, wird, soweit sie von Bakterien hervorgerufen wird,  oftmals ein Antibiotikum verschrieben. Zusätzlich kommen Schmerzmittel, zum Beispiel Paracetamol, zum Einsatz. Die medikamentöse Behandlung einer Mittelohrentzündung  wird meist mit Nasentropfen oder –sprays kombiniert. Letztgenannte Mittel bekämpfen jedoch nur die Symptome und nicht die Ursache einer eitrigen  Mittelohrentzündung und werden bei nicht eitrigen Mittelohrentzündungen auch verordnet.

Zwar müssen Antibiotika bei der Otitis Media nicht immer verabreicht werden. Sofern die Schmerzmitteltherapie mit den Nasentropfen nicht ausreichend ist und die Mittelohrentzündung sich nicht gebessert hat, ist die Verabreichung eines Antibiotikums aber unbedingt zu empfehlen.

Darüber hinaus kann der Arzt gezielt einen Schnitt am Trommelfell des Patienten vornehmen. Denn so kann die Flüssigkeit, die sich im Laufe der Mittelohrentzündung bei einem Paukenerguss im Ohr angesammelt hat, endlich ablaufen, was zur unmittelbaren Schmerzlinderung führt. Falls der Arzt ein Loch im Trommelfell gezielt herbeiführt, merkt der Patient dank der örtlichen Betäubung davon zum Glück kaum etwas. Wenn es sich nur um ein kleines Loch im Trommelfell handelt, heilt dies im Anschluss an die abgeklungene Mittelohrentzündung meist binnen weniger Wochen komplett zu. Dabei ist es wichtig, dass eine Mittelohrentzündung möglichst zeitnah behandelt wird, um Komplikationen dieser Erkrankung zu vermeiden wie:

Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich. Rufen Sie uns an. Oder fordern Sie jetzt gleich eine telefonische Beratung an. Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zum besseren Hören.

Hausmittel – was hilft wirklich?

Aufgrund der schwerwiegenden Langzeitfolgen, die als Resultat einer Mittelohrentzündung möglich sind, sollte diese unbedingt behandelt werden. Wer dabei auf Hausmittel zurückgreifen möchte, sollte sich mit der Eigentherapie nicht zu viel Zeit lassen. Wenn diese nicht kurzfristig anschlägt, ist unbedingt ein fachkundiger Arzt aufzusuchen, der dann ein Antibiotikum verschreiben oder weitere Maßnahmen veranlassen kann. Vor allem Zwiebeln gelten als potentes Mittel gegen eine Mittelohrentzündung. Genau wie Kartoffeln können sie in kleine Stücke geschnitten werden, um sie dann auf das erkrankte Ohr zu pressen. Dies geht jedoch nicht mit rohen Kartoffeln, sondern nur mit Kartoffeln, die bereits gekocht und dann gestampft wurden.

Auch eine Rotlichtlampe kann zur Bestrahlung des Ohrs als Hausmittel genutzt werden. Allerdings darf diese Lampe nicht zu heiß und auch nicht bei einer eitrigen Entzündung eingesetzt werden. Sollten weiterhin akute Beschwerden bestehen, diese sogar zunehmen oder handelt es sich um eine chronische Mittelohrentzündung, so muss die Otitis Media unbedingt durch einen Arzt behandelt werden, um zu gewährleisten, dass das Hörvermögen keinen Schaden nimmt und keine Komplikationen entstehen. Dies ist besonders bei kleinen Kindern wichtig, damit sie ihre Mittelohrentzündung nicht verschleppen.

Mögliche Komplikationen bei einer Mittelohrentzündung

Komplikationen sind bei einer Mittelohrentzündung leider nicht ausgeschlossen, weshalb eine Behandlung durch einen fachkundigen Arzt von Wichtigkeit ist. Eine Warzenfortsatzentzündung ist nur als eine der möglichen Komplikationen zu nennen. Wer hingegen häufig an einer Mittelohrentzündung leidet, muss damit rechnen, dass diese chronisch werden kann. Eine zunehmende Vernarbung des Trommelfells führt dann möglicherweise dazu, dass ein Loch im Trommelfell gar nicht mehr zuheilt. Die Gehörknöchelchen, die nur eine Größe von wenigen Millimetern haben, können ebenfalls beschädigt werden. In schlimmen Fällen können diese Knöchelchen, die für das Hören so wichtig sind, sogar gänzlich zerstört werden.

In beiden Fällen sind bleibende Hörschäden nicht auszuschließen. Umso wichtiger ist vor diesem Hintergrund eine fachkundige Behandlung durch den Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Sofern Patienten von einer chronischen Mittelohrentzündung betroffen sind, kann ein Hörgerät erforderlich werden, um den entstandenen Hörverlust auszugleichen. Allerdings sind nicht alle Hörgerätearten gleichermaßen zu empfehlen, da das Ohr bei der Nutzung von In-dem-Ohr-Hörgeräten oft nicht ausreichend belüftet werden kann. Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte sind für Menschen, die an einer chronischen Mittelohrentzündung leiden, daher die bessere Wahl.

Zahlreiche HNO-Ärzte kooperieren bundesweit mit uns. Bei Ihrem ersten Besuch in der HNO-Praxis wird die Ursache des Hörverlustes abgeklärt, ein umfassender Hörtest und falls gewünscht eine umfangreiche Beratung zu den Versorgungsmöglichkeiten durchgeführt.

Wie entsteht eine Mittelohrentzündung überhaupt?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie die Infektion in das Mittelohr gelangen kann. Dies ist zum Beispiel über die Nase durch die Eustachische Röhre möglich, während die Krankheitserreger bei einem Loch im Trommelfell auch von außen ins Ohr gelangen können. Manchmal ist es sogar so, dass sich die Erreger im Blut befinden und über diesen Weg zu einer Entzündung im Mittelohr führen. Es gibt verschiedene Arten von Erregern, welche die Mittelohrentzündung hervorrufen können, unter anderem Streptococcus Pneumoniae, die auch Ursache einer Lungenentzündung sein können, Haemophilus Influenzae und Beta-hämolysierende Streptokokken. Letztere sind vor allem für frühgeborene Kinder gefährlich und können neben der Lungen- und Hirnhautentzündung zur Blutvergiftung führen. Viren können ebenfalls der Auslöser einer schmerzhaften Entzündung des Mittelohrs sein.

Mittelohr ©Henrie (Fotolia)

Mittelohrentzündungen bei Babys und Kindern

Kinder, die zwischen null und sechs Jahre alt sind, gehören zu den häufigsten Mittelohrentzündungspatienten. Im allerersten Lebensjahr sind es die Hälfte aller Babys, die eine Mittelohrentzündung durchstehen müssen. Bis zum dritten Lebensjahr haben bereits 80 Prozent aller Kinder eine Mittelohrentzündung erlitten. Selbstverständlich können auch Erwachsene jeden Alters an einer Mittelohrentzündung erkranken, wobei Kinder besonders anfällig für diese Erkrankung sind. Daher sollten Eltern die Beschwerden ihres Nachwuchses unbedingt ernst nehmen, damit die Mittelohrentzündung behandelt werden kann und es zu keiner Verschleppung der Krankheit mit schwerwiegenden Langzeitfolgen kommt. Dabei gibt es eine Reihe von Anzeichen, welche die Eltern als wichtigen Hinweis auf eine mögliche Mittelohrentzündung werten sollten. Diese haben wir nachfolgend übersichtlich für Sie zusammengefasst:

Kinder, die häufig von einer Mittelohrentzündung betroffen sind, haben nicht selten vergrößerte Rachenmandeln,  sogenannte Polypen, was wiederum andere Symptome wie zum Beispiel Probleme bei der Nasenatmung nach sich zieht. Als Folge kann sich immer wieder Flüssigkeit hinter dem Trommelfell ansammeln und so mehrere Mittelohrentzündungen in nur einem Jahr verursachen. Wenn dem so ist, kann es sinnvoll sein, wenn die Rachenmandeln des Kindes operativ entfernt werden. Häufig stellt sich dann eine deutliche Besserung der Symptome binnen kürzester Zeit ein. Zudem sollten Eltern besser nicht in der Gegenwart ihrer Kinder rauchen, da der Nachwuchs dann nachweislich wesentlich häufiger von einer Mittelohrentzündung geplagt wird. Sofern die Babys von ihrer Mutter gestillt werden, minimiert dies das Risiko einer Mittelohrentzündung. Haben Kinder erst einmal an einer Mittelohrentzündung gelitten, so ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass diese Erkrankung in Zukunft erneut auftreten wird, weshalb es gerade dann wichtig ist, die Kinder vor möglichen Risikofaktoren wie dem Rauchen zu schützen.

In dieser Broschüre finden Sie Wissenswertes und Hilfreiches zum Thema "Hören und Hörhilfen".
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