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Morbus Menière: Schwindelattacken mit schweren Begleiterscheinungen

Lesedauer: ca. 11 min.
Morbus Menière ist eine Erkrankung des Innenohres, die sich durch Anfälle von Drehschwindel zeigt. Daneben treten bei den Betroffenen häufig Ohrgeräusche und ein Hörverlust auf. Sind alle drei Symptome zeitgleich vorhanden, so wird die Erkrankung als Menière’scher Trias bezeichnet.

Symptome von Morbus Menière

Typische Symptome der Erkrankung sind plötzlich auftretender Drehschwindel mit Erbrechen, Ohrgeräusch und einer Hörminderung. Die Symptome treten anfallsartig auf. Meist bessert sich die Situation der Erkrankten nach einigen Stunden oder die Symptome verschwinden vollständig. Obwohl die Anfälle sehr unregelmäßig auftreten, sind vor allem Stresssituationen typische Auslöser.

Ursachen von Morbus Menière

Die Ursache von Morbus Menière ist ein sogenannter endolymphatischer Hydrops. Zum besseren Verständnis ist ein detaillierter Blick ins Innenohr und in die Funktionsweise des Gehörs unerlässlich:

Das Innenohr besteht aus zwei Einheiten: Dem Gleichgewichtsorgan (Vestibularorgan) und der Gehörschnecke (Cochlea). Bei Morbus Menière ist vor allem die Hörschnecke betroffen. Sie besteht aus einem äußeren knöchernen Labyrinth, in dem sich das innere membranöse Labyrinth befindet.

Das membranöse oder häutige Labyrinth besitzt drei „Kammern“: Scala vestibuli, Scala media und Scala tympani. Scala vestibuli und Scala media sind durch die sogenannte Reissner-Membran voneinander getrennt; zwischen Scala tympani und Scala media liegt die so genannte Basiliarmembran.

Auf der Basiliarmembran sitzen unterschiedlich großen Haarzellen, die den Hörvorgang steuern. Scala tympani und Scala vestibuli beinhalten eine Flüssigkeit, die sogenannte Perilymphe. Scala media ist zudem mit kaliumreichen Endolymphen gefüllt.

Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich. Rufen Sie uns an. Oder fordern Sie jetzt gleich eine telefonische Beratung an. Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zum besseren Hören.

Zurück zum endolymphatischen Hydrops: Dies ist eine Überproduktion der Endolymphe, die eine Ausbreitung von Scala media verursacht. Infolgedessen verlagert sich die Basiliarmembran, was äußerst ungünstig für die Haarzellen ist, die auf ihr sitzen. Als Folge entstehen Ohrgeräusche sogenannter Tinnitus und Schwerhörigkeit.

Zudem kann der Hydrops ein Einreißen der Reissner-Membran verursachen. Diese befindet sich zwischen Scala media und Scala tympani. Hierdurch kommt es zu einer Vermischung der Endolymphe aus der Scala media und Perilymphe aus der Scala vestibuli. Dieser Vorgang ist letztlich für die Schwindelattacken verantwortlich.

Sie leiden unter Morbus Menière? Ein Hörgerät kann helfen!

Folgende Gründe sprechen für ein Hörgerät:

Bei Fragen zu Hörgeräten stehen Ihnen die Mitarbeiter von Hör24 gerne Rede und Antwort. Warten Sie nicht länger, rufen Sie uns kostenfrei an!

Wer ist von Morbus Menière betroffen?

Nur etwa 5-10% der Patienten mit Drehschwindel leiden an Morbus Menière, da die Krankheit sehr selten auftritt.

Patienten zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr erkranken am häufigsten daran.

Frauen neigen häufiger dazu, an Morbus Menière zu erkranken, als Männer.

Diagnose von Morbus Menière

Treten die Symptome eines Morbus Menière anfalls in Erscheinung, ist es nicht weiter schwierig, die Diagnose zu stellen. Folgende Symptome sind typisch für das Vorliegen von Morbus Menière:

 

Sie leiden an Morbus Menière? Insbesondere bei der damit zusammenhängenden Schwerhörigkeit kann ein Hörgerät ein geeignetes Hilfsmittel für Sie sein. Lassen Sie sich von Hör24 kostenlos und unverbindlich beraten. Unsere Mitarbeiter stehen Ihnen gerne telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Therapien bei Morbus Menière

Grundsätzlich unterscheidet man bei Morbus Menière zwei unterschiedliche Ansätze in der Therapie: Einerseits benötigen Betroffene Hilfestellungen beim plötzlichen Auftreten eines Anfalls. Andererseits sind therapeutische Maßnahmen zu empfehlen, die dauerhaft den nächsten Anfall verhindern bzw. mit denen sich die Häufigkeit der Attacken eindämmen lässt. Letztlich entscheidet der HNO-Arzt nach individuellen Kriterien, welche Form der Therapie beim jeweiligen Patienten zum Einsatz kommt.

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Anfallstherapie

Diese Behandlung hat zum Ziel, die Symptome zu bekämpfen, die Ursache selbst bleibt dabei allerding außen vor. Im Fachjargon wird die Anfallstherapie daher auch als symptomatische Therapie bezeichnet. Typische Symptome der Menière-Krankheit sind Schwindel, Schwerhörigkeit und Tinnitus. Bei einem akuten Anfall wird gegen die Schwerhörigkeit und den Tinnitus zunächst nichts unternommen. Grund dafür ist, dass sich zu Beginn der Erkrankung diese Symptome meist wieder vollständig zurückbilden und nicht so viel Leidensdruck wie der Schwindel erzeugen.

Gegen die Schwindelanfälle werden Medikamente mit einem Antivertiginosum (einem Mittel gegen Schwindel) oder Antiemetikum (gegen Brechreiz) verschrieben. Bevorzugtes Mittel ist hier Dimenhydrinat. Dieses hemmt die H1-Rezeptoren im Brechzentrum des zentralen Nervensystems. Übelkeit und Schwindel können so möglicherweise gelindert werden. Häufig wird zusätzlich auch Bettruhe empfohlen. Sind die Anfälle begleitet von sehr starken und häufigen Erbrechen ist zusätzlich der Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt zu kontrollieren bzw. wieder auszugleichen. In extremen Fällen werden entsprechende Infusionen verabreicht.

Intervalltherapie

Die Intervalltherapie findet zwischen den einzelnen Anfällen statt. Zur Behandlung wird ein Antihistaminikum verschrieben, das gegen den Schwindel wirkt. Bevorzugte Wahl ist hier Betahistin. Ob das Medikament tatsächlich einen positiven Effekt bei Morbus Menière hat, ist nicht sicher. Dennoch wird es regelmäßig zur Behandlung der Patienten eingesetzt.

Zahlreiche HNO-Ärzte kooperieren bundesweit mit uns. Bei Ihrem ersten Besuch in der HNO-Praxis wird die Ursache des Hörverlustes abgeklärt, ein umfassender Hörtest und falls gewünscht eine umfangreiche Beratung zu den Versorgungsmöglichkeiten durchgeführt.

Prophylaxe weiterer Anfälle

Zur Prophylaxe von Morbus Menière sollten stressige bzw. psychische Belastungssituationen möglichst vermieden werden. Entsprechende Therapien und Entspannungsmethoden können zudem helfen, den Stress im Alltag abzubauen bzw. zu reduzieren. Daneben ist die Untersuchung des Blutdrucks ein wesentlicher Aspekt, um eine Hypotonie, das sogenannte Abfallen des Blutdrucks zu vermeiden. Auch die Behandlung der Halswirbelsäule kann unter Umständen sinnvoll sein.

Operative Maßnahmen

Sind medikamentöse Therapie oder prophylaktisches Verhalten zur Behandlung von Morbus Menière nicht zielführend, bleibt nur noch der Weg über die operative Therapie. Zwei Optionen stehen den Patienten zur Verfügung:

Warum tritt Morbus Menière nicht bei allen Patienten mit Drehschwindel auf?

Die Ursachen von Morbus Menière sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Zur Diskussion steht, ob die Krankheit erblich ist. Darüber hinaus wird spekuliert, ob ein früherer traumatischer Innenohrschaden verantwortlich sein könnte.

Selbsthilfe bei Morbus Menière

Bei Patienten mit der Menierschen Krankheit ist die Druckregulierung des Mittelohrs deutlich schlechter als bei Gesunden. Die zusätzliche Belüftung des Mittelohrs kann hier möglicherweise helfen. Der Nachweis, dass diese Methode erfolgreich ist und der Entwicklung von Hydrops entgegenwirkt, existiert seit 1997.

Die Methode zur Belüftung des Mittelohrs nennt sich Valsalva-Methode. Sie lässt sich nahezu überall und ohne Hilfsmittel durchführen. Beste Ergebnisse werden erzielt, wenn anschließend ein Druckausgleich durch Gähnen oder Kauen erfolgt. Das Valsalva-Manöver sollte immer vorsichtig und mit Gefühl durchgeführt werden. Es bewirkt einen kurzzeitigen Anstieg des Mittelohrdrucks, der durch den anschließenden Druckausgleich verschwindet. Auf diese Weise wird ein positiver Effekt auf die Druckregulierung im Innenohr erzielt.

Weitere Methoden sind darauf ausgerichtet, die Gesundheit des Menschen im Ganzen zu stärken. Sportliche Aktivität sowie unterschiedliche Entspannungstechniken, Psychotherapie oder Gleichgewichtsübungen bieten sich hier zur Behandlung an. Wichtig ist, dass der Patient lernt, trotz einschränkender und belastender Anfälle, auf das eigene Gleichgewichtssystem zu vertrauen. Außerdem ist die neuronale Verarbeitung der gleichgewichtsbezogenen Signale wichtig, damit sich die Erkrankten nach möglichen Schäden durch Anfälle schneller umorganisieren können.

Darüber hinaus wird eine kaliumreiche und kochsalzarme Ernährung empfohlen. Die WHO rät Erwachsenen zur täglichen Einnahme von 3,5 Gramm Kalium. Des Weiteren gilt es Nikotin, Alkohol, Lärm und Stress so weit möglich zu vermeiden.

In dieser Broschüre finden Sie Wissenswertes und Hilfreiches zum Thema "Hören und Hörhilfen".
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