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Otoplastik – nützliche Informationen zu den Ohrpassstücken

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Otoplastik - ein angepasster Gehörschutz

Lesedauer: ca. 8 min.
Eine Otoplastik bezeichnet ein individuell angefertigtes Ohrpassstück, welches mit dem Hörgerät verbunden ist und dessen Wirkung optimal weiterleiten kann. Die Otoplastik tragen Sie unmittelbar in Ihrem Ohr. Auch Ohrpassstücke, die zum Beispiel bei Berufsmusikern dem Gehörschutz dienen, werden als Otoplastik bezeichnet.

Otoplastik – was Sie zu diesem Thema wissen sollten

Moderne Hörgeräte sind nicht nur sehr leicht und klein, sondern werden auch immer leistungsstärker. Dabei trägt die sogenannte Otoplastik dazu bei, dass die Hörgeräte ihre Funktion voll und ganz erfüllen können. Das technologische Innovationspotential, welches bei Hörgeräten zum Einsatz kommt, um Ihr eingeschränktes Hörvermögen zu verbessern, ist enorm. Otoplastiken sind deshalb so wichtig, da sie das Verbindungsstück zwischen Ihrem Ohr und Ihrem Hörgerät darstellen. Bei einer Otoplastik handelt es sich um ein „Ohrstück“, welches Sie unmittelbar in Ihrer Ohrmuschel tragen. Diese Ohrstücke werden außerdem auch für den Gehörschutz eingesetzt.

Die speziellen Ohrpassstücke für Hörgeräte können entweder mittels eines Schallschlauchs oder Kabels mit dem Hinter-dem-Ohr-Hörgerät verbunden werden, oder das Im-Ohr-Hörgerät wird in die Otoplastik integriert. Eine Otoplastik trägt nicht nur dazu bei, dass Ihr Hörgerät die ihm zugedachte Funktion in vollstem Umfang erfüllen kann, sondern auch dazu, dass dieses sicher sitzt. Als zusätzlicher Bonus ist eine Otoplastik vor allem bei schwerwiegenden Hörverlusten sehr sinnvoll, da der Verstärkungseffekt des Hörgeräts vollständig genutzt wird.

Die Otoplastik-Herstellung – so wird Ihr Ohrabdruck geformt

Damit eine Otoplastik für Ihr Ohr, welches so einzigartig wie Ihr Fingerabdruck ist, passgenau angefertigt werden kann, muss der Hörakustiker  oder HNO-Arzt erst einmal einen Abdruck für das Ohrpassstück nehmen. Eine Otoplastik wird mit Hilfe von einem entsprechenden Ohrabdruck individuell für jeden einzelnen Hörgeräteträger modelliert. Es ist viel Handarbeit erforderlich, um eine solche Otoplastik herzustellen. In den Gehörgang des Patienten wird zunächst eine schützende Tamponade und anschließend eine relativ weiche Abformmasse eingeführt. Das spezielle Silikonmaterial, welches zu diesem Zweck genutzt wird, ist von einer Beschaffenheit, die garantiert, dass es bei einer fachmännischen Anwendung nicht zu Verletzungen des Ohrs kommen kann.

Während die Masse im Gehörgang innerhalb weniger Minuten aushärtet, achtet der Hörakustiker  sorgfältig darauf, dass diese nicht in Kontakt mit der empfindlichen Ohrinnenhaut kommt, damit diese nicht geschädigt wird. Sofern der Abdruck für die Otoplastik korrekt angefertigt wird, ist der komplette Prozess nicht nur schmerzfrei, sondern auch vollkommen unbedenklich.

Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich. Rufen Sie uns an. Oder fordern Sie jetzt gleich eine telefonische Beratung an. Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zum besseren Hören.

Moderne Otoplastik-Herstellung im 3D-Verfahren

Der fertige Abdruck wird heutzutage in der Regel vom Hörakustiker, dem Hörgerätehersteller oder einem Fachlabor mit einem 3D-Scanner aufgenommen. So entsteht eine virtuelle Rundumansicht des Abdruckes, die mit einer Modellier-Software am Computer weiter bearbeitet werden kann. Bei der Herstellung von Gehäusen für Im-Ohr-Hörsysteme wird bei diesem Schritt bereits deren kleinstmögliche Größe berechnet, in welcher die gesamte Technik untergebracht werden kann. Diese Daten werden an einen 3D-Drucker gesendet, der die Otoplastik herstellt: Anhand des virtuellen Modells werden viele hauchdünne Kunststoff-Schichten übereinander gelegt und zusammen ausgehärtet. Alternativ lässt sich aus dem 3D-Modell eine Gussform erstellen. Damit kann eine Otoplastik aus weichem Material (Silikon oder Agar-Agar) hergestellt werden. In beiden Fällen erfolgt abschließend die manuelle Bearbeitung der Otoplastik durch den Hörakustiker (Schleifen, Polieren, Lackieren).

Die Kosten für eine einfache Otoplastik übernehmen in der Regel die Krankenkassen.

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Der Tragekomfort Ihrer Otoplastik

Eine Otoplastik ist mit einem besonderen Herstellungsaufwand  verbunden. Umso wichtiger ist es, dass Ihr Ohrpassstück am Ende mit einem hohen Maß an Tragekomfort glänzen kann. Im Normalfall tragen Hörgeräteträger die Otoplastik schließlich viele Stunden im Ohr. Daher kommen spezielle Materialien, wie Silikon oder Acryl, zum Einsatz, die dafür sorgen, dass der Hörgeräteträger die Otoplastik nicht als störend oder als Fremdkörper in seinem Ohr empfindet. Ob weiche oder eher härtere  Materialien zu diesem Zweck im Einsatz sind, gilt es im Einzelfall abzuwägen.

Der Hörgeräteträger sollte also unbedingt mitteilen, falls er eine Allergie gegen bestimmte Kunststoffe hat, damit diese bei der Herstellung der Otoplastik auf keinen Fall verwendet werden. Sogar eine Verglasung oder Vergoldung der Otoplastik ist möglich, damit der direkte Kontakt zu dem Kunststoff vermieden wird. Dieser zusätzliche Arbeitsschritt treibt allerdings auch die Kosten für eine Otoplastik in die Höhe. In jedem Fall sollte das Ohrstück am Ende so konzipiert sein, dass eine möglichst hohe Belastbarkeit, Passgenauigkeit sowie die gewünschte Hautverträglichkeit gegeben sind.

Eine Otoplastik als individueller Hörschutz

Eine Otoplastik kann nicht nur bei Hörgeräten, sondern auch als Gehörschutz verwendet werden, der gerade von Musikern sehr geschätzt wird. Bei diesem Einsatzbereich der Otoplastik wird gewährleistet, dass das Hörvermögen bei lauter Umgebung nicht geschädigt wird, während das Ton- und Sprachverstehen weiterhin gegeben ist. Dieser Otoplastik-Gehörschutz wird sowohl als Kopfhörer sowie als Ohrstöpsel angeboten. In diesem Fall muss die Otoplastik ebenfalls individuell an das Ohr des Kunden angepasst werden.

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Der Vorteil einer Otoplastik als Gehörschutz besteht im Vergleich zu herkömmlichen Ohrenstöpseln oder anderen Hörschutzmaßnahmen  darin, dass weder der Klang noch die Frequenz von Sprache und Musik verfälscht werden, was für viele Berufsgruppen ungemein wichtig ist. Trotz der gewünschten Lärmeinschränkung kann der Schall in nahezu unveränderter Weise an das Innenohr weitergeleitet werden. Hierbei ist der Preis für solch eine Otoplastik wieder von dem Anwendungsbereich abhängig,  sowie von den Materialien, die bei der Herstellung verwendet werden.


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