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Otosklerose – Erfahren Sie mehr über Symptome und Behandlung

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Otosklerose – Drohender Hörverlust durch Verhärtung der Knochen im Innenohr und im Mittelohr

Lesedauer: ca. 7 min.
Die Otosklerose ist gekennzeichnet durch eine herdförmige oder diffuse, nichtentzündliche Veränderung des Labyrinthknochens mit Abbau und krankhafter Neubildung des Knochens besonders im Bereich des Innenohres. Die Problemstelle ist die Nische des ovalen Fensters zum Innenohr, wo die Schwingung der Gehörknöchelchen-Kette durch Festwachsen der Steigbügelfußplatte aufgrund des Knochenumbauprozesses behindert wird. Hierdurch entsteht eine Schallleitungsschwerhörigkeit. Aber auch eine otosklerotische Schädigung des Innenohres (Kapselotosklerose) kann zu einer Schwerhörigkeit, in diesem Fall zu einer Schallempfindungsschwerhörigkeit führen. Mischformen beider Schädigungsmuster sind möglich.

Symptome der Otosklerose

Ein typisches Symptom bei der Otosklerose ist die langsam voranschreitende Schallleitungsschwerhörigkeit. Es ist aber auch möglich, dass zusätzlich ein Ohrensausen, auch als Tinnitus bezeichnet, auftritt. In einigen Fällen ist die Hörschnecke von den Knochenveränderungen betroffen. Als Folge davon entwickeln die Patienten eine zusätzliche Schallempfindungsschwerhörigkeit, die in sehr seltenen Fällen zur vollständigen Ertaubung führen kann.

Ursachen der Otosklerose

Die Ursache der Otosklerose ist ungeklärt. Bei etwa 50% der Patienten mit Otosklerose ist eine familiäre Häufung zu beobachten, die offenbar dominant vererbt wird. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. 50% der Patientinnen bemerken erste Symptome während oder nach der Schwangerschaft. Man nimmt deshalb auch an, dass bei dieser Erkrankung auch hormonelle Einflüsse möglicherweise eine Rolle spielen können. Welche Hormone beteiligt sind, kann bisher jedoch nur vermutet werden.

Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich. Rufen Sie uns an. Oder fordern Sie jetzt gleich eine telefonische Beratung an. Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zum besseren Hören.

Diagnose der Otosklerose

Unterschiedlichste Verfahren werden dazu genutzt, um eine eindeutige Diagnose für das Vorliegen der Otosklerose zu stellen.

Folgende Hörbeeinträchtigungen treten bei Otosklerose in Erscheinung:

Mittelohrtyp: Schallleitungsstörung (bei ca. 80%)
Mischtyp: Mischung aus Schallleitungs- u. Schallempfindungsstörung (bei ca. 15%)
Innenohrtyp: Schallempfindungsstörung (bei ca. 5%)

Behandlung der Otosklerose

Je nach Form der Otosklerose wird eine medikamentöse oder operative Behandlung durchgeführt. Alternativ kommen Hörgeräte zum Einsatz. Auf diesem Wege kann die Schwerhörigkeit ausgeglichen werden und die Patienten erhalten ein Stück mehr Lebensqualität zurück.

Benötigen Sie Hilfe bei der Wahl des richtigen Hörgerätes? Hör24 steht Ihnen gerne für eine ausführliche und kostenfreie Hörgeräte-Beratung zur Seite. Rufen Sie uns gerne an!

Therapie der Otosklerose

Die Otosklerose lässt sich bis heute nicht mit Medikamenten behandeln. Versuche mit Natriumfluorid blieben erfolglos. Einzige Option neben einer Operation bei der Otosklerose: Die Verwendung eines Hörgerätes. So lässt sich das reduzierte Hörvermögen deutlich verbessern. Der Verlauf der Erkrankung sowie das weitere Fortschreiten werden dadurch jedoch nicht gestoppt. Eine regelmäßige Kontrolle der Hörfähigkeit beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt ist daher unerlässlich.

Haben Sie keinen HNO an den Sie sich wenden können? Hör24 arbeitet mit einer Reihe von Fachärzten zusammen. Gerne stellen wir Kontakt zu einem Experten aus unserem Netzwerk her. Füllen Sie das Kontaktformular aus oder rufen Sie uns einfach an!

Ein Hörgerät kann im Fall der Otosklerose helfen: 

Vor einer OP, um den Hörverlust auszugleichen.
Als dauerhafte Lösung, wenn eine  OP nicht möglich ist.

Operative Methoden

Entscheidet man sich für eine Operation ist das Ziel, den fixierten Steigbügel durch eine Prothese zu ersetzen, sodass die Weiterleitung der Schallwellen wieder funktioniert. Je nach Methode werden der komplette Steigbügel oder nur Einzelteile ersetzt.

Im Vordergrund der operativen Behandlungen steht die Stapesplastik. Sie führt in über 90 Prozent aller Fälle zu einer deutlichen Verringerung der Schallleitungsschwerhörigkeit. Hierbei wird der obere Teil des Steigbügels entfernt. Die unbewegliche Steigbügelfußplatte öffnet der HNO-Arzt mittels einer Nadel oder eines Lasers und setzt dort einen künstlichen Stempel aus Teflon, Platin oder Titan ein, der die Schallübertragung auf das Innenohr wieder ermöglicht. Besteht jedoch zusätzlich eine Innenohrschwerhörigkeit, so lässt sich diese nicht mittels Operation verbessern.

Lässt sich der Hörverlust nicht ausreichend durch einen operativen Eingriff beseitigen, kann zum besseren Hören ein konventionelles Hörgerät eingesetzt werden. Auch ist abhängig vom Knochenumbauprozess des Labyrinthknochens eine Ankopplung eines implantierbaren Hörgerätes an das runde Fenster eventuell möglich.

In dieser Broschüre finden Sie Wissenswertes und Hilfreiches zum Thema "Hören und Hörhilfen".
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