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Paukenerguss – Entstehung und Therapiemöglichkeiten

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Was ist ein Paukenerguss?

Lesedauer: ca. 8 min.
Ein Paukenerguss – auch Mittelohrerguss – ist eine Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr, die häufig nach einer Erkältung, manchmal auch aufgrund anderer Erkrankungen entsteht. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache, der Schwere und der Dauer des Paukenergusses. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Informationen zum Paukenerguss.

Ursachen: Wie entsteht ein Paukenerguss?

Kinder im Vorschul- und Grundschulalter leiden vergleichsweise häufig an einem Paukenerguss. Verantwortlich dafür ist eine anatomische Besonderheit: Die sogenannte Ohr Trompete (oder Eustachi’sche Röhre) ist bei ihnen noch nicht voll funktionsfähig. Diese Röhre zwischen der Paukenhöhle im Mittelohr und dem Nasenrachenraum ist – auch bei Erwachsenen – dafür zuständig, die Paukenhöhle ausreichend zu lüften und damit einen Druckausgleich zwischen Mittelohr und Nasenrachenraum herzustellen. Funktionell arbeitet sie wie ein Ventil. Ist ihre Funktion beeinträchtigt etwa aufgrund von anatomischen Besonderheiten (zum Beispiel bei einer Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte) oder Infekten, entsteht im Mittelohr ein Unterdruck, der durch Reizung der Mittelohrschleimhaut ein seröses Sekret in der Paukenhöhle erzeugt, das für einen bestimmten Zeitraum dort verbleiben kann.

Paukenerguss ©Henrie (Fotolia)

Anatomische Ursachen für einen Paukenerguss:

Entzündliche Ursachen für einen Paukenerguss: Allergisch, viral oder bakteriell

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Symptome: Wie äußert sich ein Paukenerguss?

Häufige Symptome bei Kindern:

Der Paukenerguss bei Kindern und Kleinkindern zeigt sich häufig als erstes darin, dass sie auf Ansprache nicht reagieren. Man mag vielleicht denken, das Kind hat die Ohren absichtlich auf ‚Durchzug gestellt‘. Bei genauerer Beobachtung fällt aber schnell auf, dass es sich um eine echte Hörstörung handelt. Meist zeigt sich das auch in anderen Bereichen. Hörspiele werden zum Beispiel plötzlich nur noch in extremer Lautstärke gehört. Der Paukenerguss bei Kindern, die bereits etwas älter sind, äußert sich außerdem oft in auffällig lautem Sprechen. Zudem ist der Spracherwerb bei diesen Kindern gestört.

Häufige Symptome bei Erwachsenen:

Der Paukenerguss beim Erwachsenen äußert sich durch ein unangenehmes, meist aber schmerzfreies Druckgefühl im Ohr. Schnell macht sich auch bemerkbar, dass man nicht mehr so gut hört. Da der Gleichgewichtssinn vom Ohr gesteuert wird, kann es bei einem Paukenerguss außerdem zu Schwindelgefühlen kommen.

Sie haben Fragen zum Krankheitsbild des Paukenergusses oder zu anderen Erkrankungen der Ohren? Rufen Sie uns an! Unsere Experten helfen Ihnen gerne weiter.

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Diagnose: Wie stellt der Arzt einen Paukenerguss fest?

Häufig ergibt sich bereits aus den Schilderungen des Patienten über den festgestellten Hörverlust und das Druckgefühl im Ohr der Verdacht auf einen Paukenerguss. Der HNO-Arzt wird in jedem Fall eine sogenannte Otoskopie – also eine Ohrspiegelung – meist mittels eines Mikroskops machen. Ist die Diagnose schwierig, etwa aufgrund von Vernarbungen innerhalb des Mittelohres und insbesondere des Trommelfells oder einer akuten Entzündung z.B. des äußeren Gehörgangs, kommen weitere, spezielle Messverfahren zum Einsatz, mit denen der Arzt den Paukenerguss feststellen kann.

Wie wird ein Paukenerguss behandelt? Die Therapie

Die Therapie des Paukenergusses richtet sich nach der

Nicht operative Behandlungen des Paukenergusses

Viele Paukenergüsse heilen nach wenigen Tagen bis Wochen von allein wieder aus. In einigen Fällen ist es aber hilfreich, die Wiederherstellung der Belüftungsfunktion des Mittelohres mit einigen Hilfsmitteln zu unterstützen. Infrage kommen zum Beispiel:

Liegt eine bakterielle Ursache zugrunde, wird der Arzt die Entzündung möglicherweise mit einem Antibiotikum behandeln.

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Operative Behandlungen des Paukenergusses

In manchen Fällen bringt jedoch nur ein operativer Eingriff dem Patienten Linderung. Je nach Schwere und Ursache kommen für die operative Behandlung des Paukenergusses unterschiedliche Verfahren infrage:

Folgen: Welche Komplikationen können beim Paukenerguss auftreten?

Wird der Paukenerguss beim Kind nicht frühzeitig erkannt und behandelt, kann es bei kleineren Kindern zu Verzögerungen in der Sprachentwicklung kommen. Bei älteren Kindern kommt es möglicherweise zu einem Leistungsabfall in der Schule. Neben diesen kognitiven Beeinträchtigungen können auch körperliche – teilweise schwerwiegende – Komplikationen auftreten. In seltenen Fällen sind die Gehörknöchelchen und das Trommelfell nach einem chronischen Verlauf über viele Jahre verklebt oder zerstört. Manchmal entsteht sogar ein Loch im Trommelfell. Diese Defekte müssen dann durch einen operativen Eingriff einer sogenannten Tympanoplastik behoben werden. Dabei wird ein Teil des Trommelfells ersetzt wie auch gegebenenfalls Teile der Gehörknöchelchen-Kette. Eine besonders schwerwiegende Folge eines chronischen Paukenergusses ist die Entstehung eines sogenannten Cholesteatoms, einer chronischen Knocheneiterung, die einen aufwändigen und chirurgischen Eingriff zur Behandlung bedarf.


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