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Was ist eine Schallleitungsschwerhörigkeit?

Lesedauer: ca. 10 min.
Damit die Töne, die im Ohr als Schallwellen ankommen, weitergeleitet und dann in einen Nervenreiz umgewandelt werden können, ist eine mechanische Aktionskette erforderlich, an der das Trommelfell und die Gehörknöchelchen beteiligt sind. Ist dieser Vorgang der sogenannten Transduktion im Bereich des Außen- oder Mittelohres gestört, so spricht man von einer Schallleitungsschwerhörigkeit. Die Weiterleitung der Schallwellen funktioniert also nicht richtig, sodass das Hörvermögen insgesamt eingeschränkt wird und eine Schwerhörigkeit die Folge ist. Denn nur, wenn der mechanische Reiz, sprich die von außen eintreffenden Schallwellen in einen Nervenreiz umgewandelt und ans Gehirn weitergeleitet werden, sind wir in der Lage zu hören. Daher ist die eben beschriebene Aktionskette immens wichtig für das menschliche Gehör.

Mögliche Ursachen einer Schallleitungsschwerhörigkeit

Ursache einer Schallleitungsschwerhörigkeit ist eine gestörte Schallübertragung vom Außenohr über das Mittelohr zum Innenohr. Abhängig von den Ursachen für die Schallleitungsschwerhörigkeit, lässt sich diese verhältnismäßig gut therapieren.

Die Ursachen für eine Schallleitungsschwerhörigkeit können sowohl im Mittelohr, aber auch im äußeren Gehörgang zu finden sein. Zu den möglichen Auslösern einer Schallleitungsschwerhörigkeit zählen zum Beispiel Entzündungen oder Otosklerose, sowie ein Cholesteatom. Otosklerose bedeutet, dass eine Erkrankung von dem Knochen vorliegt, welcher das menschliche Innenohr und insbesondere die Steigbügelfußplatte umgibt. Bei einem Cholesteatom handelt es sich hingegen um eine eitrige, chronische Mittelohrentzündung, bei der es sogar zu einer Knochendestruktion auch im Bereich der Gehörknöchelchen kommen kann. Da diese Knochen jedoch wichtig sind, damit die Schallleitung im Ohr einwandfrei funktioniert, kann ein Hörverlust die unerwünschte Folge sein.

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Eine Schallleitungsschwerhörigkeit geht ebenso häufig mit einem Mittelohrerguss oder mit Narben zum Beispiel am Trommelfell einher, welche die Schallleitfähigkeit empfindlich stören. Ohrenschmalz kann ein anderer, sehr leicht zu behebender, Grund dafür sein, dass eine Schallleitungsschwerhörigkeit auftritt. Denn sowohl von Ohrenschmalz als auch von anderen Fremdkörpern im Ohr kann die Weiterleitung des Schalls behindert werden. Hörgeräte sind in solch einem Fall nicht erforderlich, da es völlig ausreichend ist, wenn Ohrenschmalz oder der Fremdkörper einfach fachmännisch aus dem Ohr entfernt werden, um die Schallleitungsschwerhörigkeit zu beheben. Suchen Sie dazu in jedem Fall einen HNO-Arzt auf, um Verletzungsgefahren bei eigenen Versuchen der Fremdkörperentfernung zu vermeiden. Die Therapie einer Schallleitungsschwerhörigkeit, zum Beispiel bei einem gebrochenen Felsenbein mit Verletzung der Gehörknöchelchen im Mittelohr, welches im Anschluss an einen Unfall auftreten kann, gestaltet sich allerdings wesentlich schwieriger.

Schallleitungsschwerhörigkeit – die Symptome

Eine Schallleitungsschwerhörigkeit macht sich meist durch sehr eindeutige Anzeichen bemerkbar. Die Betroffenen haben oft das Gefühl, dass sie wie durch Watte hören oder so, als ob sie Ohrstöpsel tragen würden. Bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit können die Geräusche des täglichen Lebens nur noch in einer verringerten Lautstärke wahrgenommen werden, sodass das Zuhören mit größeren Anstrengungen verbunden ist. Auch Gespräche sind für die Betroffenen anstrengend, da sie sich ganz genau auf das Zuhören konzentrieren müssen. Dabei werden tiefe wie hohe Töne gleichermaßen vermindert wahrgenommen und insgesamt scheint die Lautstärke der Außengeräusche gedämpft zu sein.

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Wie wird Schallleitungsschwerhörigkeit diagnostiziert?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie eine Schallleitungsschwerhörigkeit festgestellt werden kann. Die eben genannten Symptome sind auch ohne einen Hörtest ein deutliches Indiz, dass eine Schallleitungsschwerhörigkeit vorliegen kann. Nur anhand der Symptome allein lässt sich jedoch nicht sagen, auf welche Ursachen diese Schwerhörigkeit zurückzuführen ist und ob es sich möglicherweise um eine Erkrankung der Gehörknöchelchenkette, einen Paukenerguss oder andere Probleme mit dem Gehörgang handelt. Mittels einer Otoskopie in der Regel per Mikroskop kann der behandelnde Arzt erkennen, ob eine Verletzung des Trommelfells vorliegt oder sich Fremdkörper oder Ohrenschmalz im Ohr befinden. Auch ein Mittelohrerguss kann auf diesem Weg diagnostiziert werden.

Bei dem subjektiven Hörtest, der bei dem Verdacht auf eine Schallleitungsschwerhörigkeit durchgeführt wird, spricht man von einem Tonschwellenaudiodiagramm. Dieser Test wird genutzt, um den Schweregrad der Hörstörung festzustellen und zu unterscheiden, ob das Problem von der Knochen- oder Luftleitung verursacht wird und es sich demnach um eine Schallleitungsschwerhörigkeit oder um eine Schallempfindungsschwerhörigkeit handelt. Diese Unterscheidung ist für die anschließende Behandlung sehr wichtig.

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Ein Tympanogramm kommt hingegen zum Einsatz, um die Beweglichkeit des Trommelfells zu überprüfen. Sofern im äußeren Gehörgang sowie im Mittelohr der gleiche Druck vorherrscht, sollte das Trommelfell ganz normal schwingen. Gibt es jedoch einen Druckunterschied, so kommt es zu einem veränderten Schwingungsverhalten, welches auch die Schallweiterleitung negativ beeinflusst. Ein merklich veränderter Druck, der zum Beispiel beim sogenannten Paukenerguss vorliegt, kann auf diesem Weg festgestellt werden. Somit ist eine Eingrenzung der möglichen Ursachen für die Schallleitungsschwerhörigkeit möglich.

Sowohl der Weber-Test als auch der Rinne-Versuch sind als weitere orientierende Diagnosemöglichkeiten zu nennen. Hierbei wird eine Stimmgabel angeschlagen und entweder zum Lautstärkevergleich hinters Ohr und vor das Ohr gehalten oder aber auf den Scheitel des Patienten gesetzt, um überprüfen zu können, in welchem Ohr die angeschlagenen Töne von den Betroffenen wahrgenommen werden. Auch daraus kann der behandelnde Arzt auf eine Schallleitungsschwerhörigkeit schließen.

Welche Therapiemöglichkeiten bieten sich bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit an?

Die Therapie hängt davon ab, auf welche Ursache die Schallleitungsschwerhörigkeit zurückzuführen ist. Wie bereits angesprochen, ist eine Behandlung besonders dann einfach möglich, wenn das Problem lediglich von zu viel Ohrenschmalz oder aber einem Fremdkörper im Ohr verursacht wird. Denn diese lassen sich vom HNO-Arzt ohne großen Aufwand entfernen. Handelt es sich hingegen um eine Schallleitungsschwerhörigkeit aufgrund einer Belüftungsstörung, so schaffen abschwellende Nasensprays binnen kurzer Zeit Abhilfe. Liegt ein Paukenerguss vor, der die Schallleitungsschwerhörigkeit bedingt, so kann ein kleiner Schnitt ins Trommelfell erforderlich werden, um den Erguss danach über das Loch im Trommelfell abzusaugen. Dieses heilt meist binnen weniger Tage selbstständig zu.

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Das Loch im Trommelfell sorgt auch dafür, dass das Sekret, welches sich im Mittelohr angesammelt hat, selbständig abfließen kann. Ein solcher Schnitt im Trommelfell führt zu einer sofortigen Linderung der Symptome. Wenn die Schallleitungsschwerhörigkeit hingegen auf schwerwiegendere Ursachen zurückzuführen ist und die Mittelohrknochen bereits angegriffen wurden, ist eventuell eine Operation erforderlich, um die Gehörknöchelchen in Teilen zu ersetzen und so das Hörvermögen zu verbessern. Ebenso können Hörgeräte zum Einsatz kommen, damit die Patienten ihr Hörvermögen bei einer vorliegenden Schallleitungsschwerhörigkeit zurückerlangen können.


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