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Schwerhörigkeit: Ursachen, Symptome und Behandlung

Lesedauer: ca. 13 min.
Als Hörverlust oder Schwerhörigkeit wird in der Medizin das Nachlassen des Hörvermögens bezeichnet. Gründe dafür kann es zahlreiche geben und manche haben einen kombinierten Einfluss auf den Grad einer Schwerhörigkeit: Lärm, Stress oder zunehmendes Alter sind nur einige dieser Faktoren. Auch eine familiäre Veranlagung kann eine Rolle spielen. Schon eine leichte Schwerhörigkeit wirkt sich beeinträchtigend auf viele Lebensbereiche aus – erfahren Sie hier mehr über Anzeichen und Formen von Schwerhörigkeit.

Das Ohr – ein Multitalent

Eines der wichtigsten Sinnesorgane des Menschen ist das Ohr. So wie wir mit den Augen sehen und der Haut fühlen, hören wir mit den Ohren Klänge, Töne und Geräusche. Die Sprachwahrnehmung und -entwicklung ist ebenso an das Gehör gekoppelt wie der Gleichgewichtssinn. Unsere Ohren warnen uns vor Gefahren, geben uns Orientierung und ermöglichen soziale Kommunikation. Und sie sind Tag für Tag rund um die Uhr für uns im Einsatz.

Dass das Ohr aber ein sehr komplexes und auch empfindliches Organ ist, wird vielen Menschen erst dann bewusst, wenn ihr Hörvermögen nachlässt.

Wenn die Hörleistung nachlässt – machen Sie den Selbsttest

Dass ihr Hörvermögen nachlässt, merken betroffene Menschen oft erst, wenn sie auf bestimmte Symptome angesprochen werden. Denn eine Hörminderung fällt Menschen in unserem Umfeld häufig zuerst auf. Folgende Anzeichen deuten auf eine Schwerhörigkeit hin:

Wussten Sie schon?

Fast jeder Sechste in Deutschland leidet an einer Form von Schwerhörigkeit.

Sollte eines der Symptome auf Sie zutreffen oder sich mehrere häufen, ist es Zeit, einen HNO-Arzt zu Rate zu ziehen. Ein Hörtest und eine Untersuchung beim HNO-Arzt bringen Ihnen schnell Klarheit darüber, ob eine Schwerhörigkeit vorliegt oder ob sich womöglich nur ein Ohrenschmalzpfropf gebildet hat, der die Hörprobleme verursacht.

Nicht selten warten Menschen bis zu sieben Jahre, bevor sie sich mit dem Thema Hörgeräte auseinandersetzen. Dabei ist es so einfach, mit einem Hörgerät die Lebensqualität wieder deutlich zu verbessern!

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Welche Arten von Schwerhörigkeit gibt es?

Unterschieden werden in der Medizin drei Kategorien der Schwerhörigkeit. Diese werden über die Art einer Störung bei der Weiterleitung des Schalls definiert.

Schwerhörigkeit ©Henrie (Fotolia)

Schallleitungsschwerhörigkeit

Die auf das Trommelfell treffenden Schallwellen werden vom Mittelohr nicht mehr richtig an das Innenohr weitergeleitet. Dabei werden alle Frequenzbereiche gleichermaßen schlecht wahrgenommen. Ursachen sind u.a. Otosklerose, verschiedene Formen der Mittelohrentzündung oder ein verstopfter Gehörgang z.B. durch Ohrenschmalz.

Schallempfindungsschwerhörigkeit

Die Störung liegt im Innenohr, seltener auch am Hörnerv vor. Die  Schallwellen werden in diesem Fall nicht in vollem Umfang in elektrische Impulse umgesetzt und/oder nur vermindert im Hörnerv weitergeleitet. Zu den Ursachen zählen z.B. Altersschwerhörigkeit, extreme Lärmbeschallung über einen längeren Zeitraum oder ein Hörsturz.

Kombinierte Schwerhörigkeit

Hier liegt sowohl eine Schallleitungsschwerhörigkeit als auch eine Schallempfindungsschwerhörigkeit vor. Dabei können die einzelnen Anteile unterschiedlich stark ausgeprägt sein, je nachdem, in welchem Bereich des Ohrs die Ursache der Schwerhörigkeit hauptsächlich liegt. Häufig handelt es sich bei der Ursache um eine chronische Mittelohrentzündung, bei der das Trommelfell und/oder die Gehörknöchelchen sowie die Sinneszellen im Innenohr beschädigt sind.

In dieser Broschüre finden Sie Wissenswertes und Hilfreiches zum Thema "Hören und Hörhilfen".
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Diagnose von Schwerhörigkeit

Um zu erkennen, welche Art von Schwerhörigkeit oder Hörverlust vorliegt, zieht der Hals-Nasen-Ohren-Arzt die Ergebnisse einer ausführlichen Anamnese, einer Untersuchung des Ohres sowie verschiedener Hörtests heran. Bei dem Verdacht auf einen Hörsturz, der häufig durch ein bestimmtes Ereignis ausgelöst wird, ist es für den Arzt wichtig zu erfahren, wann genau der Hörverlust begonnen hat.

Je früher eine Schwerhörigkeit erkannt wird, desto besser. Neben der Altersschwerhörigkeit tritt auch im Kindesalter häufig eine Schwerhörigkeit auf. Hierbei handelt es sich meist um eine Schallleitungsschwerhörigkeit, verursacht etwa durch wiederkehrende Infekte und/oder stark vergrößerte Rachenmandeln (Fachausdruck: Adenoide; Volksmund: Polypen).

Ist nur ein Ohr von einer Schwerhörigkeit betroffen, bemerkt der Erwachsene dies in der Regel sogleich, insbesondere Kleinkinder aber beklagen eine einseitige Schwerhörigkeit wegen mangelndem Leidensdruck oft nicht. Auch wegen der nur beschränkt bestehenden Schwerhörigkeit macht sich die einseitige Schwerhörigkeit mehr in einer geräuschvollen Kommunikationssituation durch schlechteres Verstehen bemerkbar. Dies wird bei Kindern nicht selten als Unkonzentriertheit oder „nicht hören wollen“ ausgelegt. Ein Besuch beim HNO-Arzt kann Klarheit schaffen.

Mit einem einfachen Hörtest mit Hilfe einer Stimmgabel kann der HNO-Arzt erkennen, welches Ohr von einer Schwerhörigkeit betroffen ist. Dies stellt eine orientierende Hörprüfung dar, kann aber keinen fundierten Hörtest ersetzen. Es gibt drei verschiedene Stimmgabelversuche, mit denen die Klangübertragung über den Schädelknochen zum Gehör überprüft wird. Der Patient gibt jeweils an, auf welcher Kopfseite er den schwingenden Ton in welcher Lautstärke wahrnimmt. Das gibt dem Arzt  Aufschluss darüber, ob z.B. Innenohrschäden vorliegen oder ob es sich um eine Schallempfindungsstörung oder eine Schallleitungsschwerhörigkeit handelt:

Weber-Versuch: Bei diesem Test wird eine Stimmgabel angeschlagen und das vibrierende Instrument mittig auf den Kopf des Patienten aufgesetzt. Die Schwingungen werden über die sogenannte Knochenleitung an beide Ohren weitergeleitet. Der Patient gibt an, ob er den Ton beidseitig gleichermaßen laut wahrnimmt, oder ob der Ton auf einem Ohr schwächer ankommt. Auf diese Weise kann das schwächere Ohr ermittelt werden.

Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich. Rufen Sie uns an. Oder fordern Sie jetzt gleich eine telefonische Beratung an. Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zum besseren Hören.

Rinne-Versuch: Hat der Weber-Versuch eine einseitige Hörstörung ergeben, soll eine Schallempfindungsstörung bzw. eine Schallleitungsstörung unterschieden werden. Dazu wird die schwingende Stimmgabel zuerst auf den Knochen hinter der Ohrmuschel (Fachausdruck: Mastoid) aufgesetzt, und wenn der Patient den Ton über diese Knochenleitung nicht mehr wahrnimmt, wird die Stimmgabel direkt ans Ohr gehalten. Der Patient müsste nun den Ton wieder hören, da über die Luftleitung – Trommelfell und Gehörknöchelchen – der Schall verstärkt wird. Hört der Patient den Ton nicht, spricht dies für eine Schallleitungsstörung, hört er den Ton, liegt eine Schallempfindungsschwerhörigkeit vor.

Um einen Einblick in eventuelle Veränderungen innerhalb des Ohrs zu erhalten, kann der HNO-Arzt seine Diagnose mit Hilfe einer Ohrspiegelung (Ohrmikroskopie/-Endoskopie) sowie eines Audiogramms unterstützen, das  die Hörfähigkeit bei einzelnen Lauten, Tönen und Frequenzen festhält.

Vorübergehende und permanente Schwerhörigkeit: So wird Hörverlust behandelt

Mit einer Schwerhörigkeit muss man sich keinesfalls abfinden. Je nach Ursache kann eine Therapie mit Medikamenten oder ein operativer Eingriff bei einem vorübergehenden Hörverlust sehr gute Erfolge bringen.

Andere Formen wie z.B. die Schwerhörigkeit im Alter sind jedoch dauerhaft. Hier können moderne Hörgeräte hervorragende Dienste tun. Bei einer hochgradigen Schwerhörigkeit oder Taubheit kann ein Cochlea-Implantat helfen.

Eine der häufigsten Ursachen für eine Schwerhörigkeit ist Lärm. Wenn das Gehör über einen langen Zeitraum starkem  Lärm ausgesetzt ist, ist eine vorübergehende oder permanente Lärmschwerhörigkeit die Folge. Besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die regelmäßig ohne Gehörschutz in Diskotheken gehen, ist dies weit verbreitet.

Mit zunehmendem Alter setzt zudem eine Altersschwerhörigkeit ein, die man in der Medizin als Presbyakusis bezeichnet. Hohe Frequenzen werden aufgrund des Alterungsprozesses der Sinneszellen im Innenohr schlecht oder gar nicht mehr erkannt und deshalb nur eingeschränkt  wahrgenommen.

Je früher der Hörverlust, egal welcher Art, erkannt wird, desto besser lässt er sich behandeln.

Sie suchen einen HNO-Arzt oder Hörgeräteakustiker? Bei Hör24 erwartet Sie ein breites Netz an Hörexperten.

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Konsequenzen einer nicht behandelten Schwerhörigkeit

Viele Menschen haben auch heutzutage noch Schwierigkeiten, mit dem eigenen Hörverlust umzugehen und empfinden diesen aus verschiedenen Gründen als Manko. Oft spielt die Optik eine Rolle, obwohl moderne Hörgeräte so klein sind, dass man sie praktisch nicht sehen kann. Auch die Altersschwerhörigkeit wird gerne ignoriert, denn zum alten Eisen möchte man ja noch nicht gehören.

Die Folgen einer nicht erkannten und deshalb auch nicht behandelten Schwerhörigkeit können jedoch weitreichend sein. Eine reibungslose Kommunikation mit Familie, Bekannten und Kollegen wird immer schwieriger, es erfordert erhebliche Anstrengung, an Gesprächen teilzunehmen und dennoch kommt es zu Missverständnissen. Private, berufliche und körperliche Beeinträchtigungen häufen sich mit der Zeit.

Wir raten Ihnen deshalb: Versuchen Sie mit einem Hörverlust positiv umzugehen und nutzen Sie die ausgezeichneten Therapiemöglichkeiten.

Hör24 hilft Ihnen, mit einem Hörverlust umzugehen

Menschen aller Altersstufen können schwerhörig werden, sei es durch genetische Vererbung, eine verschleppte Mittelohrentzündung oder eine übermäßige Lärmbelastung. Selten kommt der Hörverlust von jetzt auf gleich. Achten Sie auf die entsprechenden Symptome und suchen Sie frühzeitig einen HNO-Arzt oder einen Hörakustiker auf, um einen Hörtest durchführen zu lassen.

Wir von Hör24 helfen Ihnen gerne, eine HNO-Praxis oder ein Fachgeschäft für Hörakustik in Ihrer Nähe zu finden. Rufen Sie uns kostenfrei an!


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