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Tinnitus – Das unangenehme Geräusch im Ohr loswerden

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Tinnitus – Wenn die Ohren nicht mehr aufhören zu klingeln

Lesedauer: ca. 14 min.
Der medizinische Begriff Tinnitus beschreibt ein Geräusch, das nicht auf eine äußere Lärm- oder Schallquelle zurückzuführen ist. Weil andere Personen in der Regel das Geräusch nicht wahrnehmen können, wird ein Tinnitus häufig erst dann von dem Betroffenen angegeben, wenn er sich sicher ist, dass er sich das Rauschen im Ohr nicht einbildet.

Allgemeine Informationen über Tinnitus

Die medizinische Bezeichnung Tinnitus stammt ab vom Perfektstamm des lateinischen Verbs tinnire und bedeutet übersetzt das Geklingele. Damit bezeichnet der Begriff den Zustand im Ohr des Patienten ziemlich treffend. Viele Betroffene sprechen auch von Ohrensausen, Ohrenrauschen oder Pfeifen im Ohr. Studien zufolge erleiden rund 40% der Bevölkerung in Deutschland mindestens einmal im Leben die unangenehmen Geräusche im Ohr.

Wenn dieses Rauschen bei Ihnen auftritt, empfehlen wir Ihnen umgehend einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufzusuchen und die Hörstörung untersuchen zu lassen. Wird der Tinnitus nämlich nicht oder zu spät behandelt, kann der Tinnitus in der Folge chronisch werden. Ein Tinnitus entsteht auch wenn keine äußere Schallquelle in der Nähe des Betroffenen vorhanden ist. Er kann als ein oder mehrere Geräusche auf einem oder auf beiden Ohren oder auch im Kopf lokalisiert wahrgenommen werden.

Der Tinnitus ist zudem nicht vom Alter abhängig. Sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene und ältere Menschen können unter dem Ohrenrauschen leiden. Zwar ist die Mehrheit der Betroffenen älter als 55 Jahre, doch nimmt seit einigen Jahren das Auftreten von Tinnitus insbesondere unter Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu. Der ausgiebige Musikkonsum der jungen Generation durch MP3-Player und Rockkonzerte ist ein Grund dafür, dass die Zahl der Menschen mit Tinnitus auch im jungen Alter zunimmt.

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Symptome – So erkennen Sie Tinnitus

Wer von Ohrgeräuschen oder einem anhaltenden Ohrensausen spricht, liegt gar nicht falsch. Ein Tinnitus kann sehr unterschiedlich wahrgenommen werden, seine Ausprägungen sind so individuell wie die Menschen, die betroffen sind. Dabei kann der Tinnitus sowohl als eigenständige Erkrankung auftreten, ist aber andererseits häufig selbst nur Symptom einer begleitenden Hörstörung und kann beispielsweise auch mit einem Hörsturz einhergehen.

Wenn ein Tinnitus das Gehör beeinflusst, spricht man von primären und sekundären Symptomen, die häufig in Verbindung miteinander auftreten.

Zu den primären Symptomen des Tinnitus gehören Geräusche wie

Als Begleiterscheinung der primären Symptome können weitere, sekundäre Symptome auftreten:

Ein weiteres begleitendes Symptom des Tinnitus ist die Hyperakusis, die nicht zu verwechseln ist mit der Hypakusis, der Schwerhörigkeit. Unter Hyperakusis versteht man keine Ohrgeräusche im eigentlichen Sinne, sondern eine krankhafte Überempfindlichkeit gegenüber Lärm. Schallschwingungen werden dabei als übermäßig laut empfunden, obwohl sie in der Regel innerhalb des normalen Lautstärkepegelempfindens eines Menschen liegen. Ebenso wie der Tinnitus kann auch die Hyperakusis mit einem Hörverlust zusammen auftreten.

Das Tinnitus-Geräusch kann sowohl konstant als auch rhythmisch wirken und in ihrer Lautstärke unterschiedlich laut empfunden werden.

Tinnitus ist nicht gleich Tinnitus: Unterschiedliche Arten des Tinnitus

Tinnitus kann einem das Leben ganz schön schwermachen. Je nachdem wie das Ohrensausen wahrgenommen wird und ob das Geräusch messbar ist, unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten des Tinnitus:

Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich. Rufen Sie uns an. Oder fordern Sie jetzt gleich eine telefonische Beratung an. Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zum besseren Hören.

Wie entsteht ein subjektiver Tinnitus?

Wie genau es zu den subjektiven Ohrgeräuschen kommt, die für jeden anders klingen, ist bislang nicht gänzlich erforscht. Die Medizin geht davon aus, dass ein solcher Tinnitus sowohl im Innenohr, im Hörnerv sowie im Gehirn entstehen kann. Beispielsweise können Lärm und bestimmte Medikamente die Funktion des Innenohres und / oder des Hörnervens beeinträchtigen: Die Weiterleitung von Schallsignalen erfolgt im gesunden Ohr durch elektrische Impulse, die im Innenohr erzeugt und im Hörnerv verschlüsselt weitergeleitet werden. Es wird angenommen, dass ein Tinnitus entstehen kann, wenn diese Impulse fehlerhaft z.B. unkoordiniert weitergeleitet werden.

Zu den Auslösern eines subjektiven Tinnitus gehören unter anderem

Weiterhin gilt Stress als einer der häufigsten Auslöser für einen Tinnitus. Stehen wir regelmäßig unter belastenden Stress, schüttet der Körper vermehrt das Hormon Cortisol aus, das für eine Verengung der Blutgefäße und darauf aufbauend für eine Störung der Durchblutung verantwortlich ist. Wird es in größeren Massen ausgeschüttet als der Körper abbauen kann, kommt es zum Beispiel in den kleinen Blutgefäßen im Innenohr, den Kapillaren, zu Gefäßverengungen und das Innenohr wird nur noch eingeschränkt durchblutet.

In dieser Broschüre finden Sie Wissenswertes und Hilfreiches zum Thema "Hören und Hörhilfen".
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Je früher, desto besser – Tinnitus-Diagnose

Wer Ohrgeräusche hört und diese auch nach mehreren Tagen nicht abklingen, sollte möglichst schnell einen Termin beim HNO-Facharzt machen und sich auf den Tinnitus hin untersuchen lassen. Der Hals-Nasen-Ohrenarzt hat zahlreiche Möglichkeiten, einen Tinnitus zu diagnostizieren und einzuordnen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Anamnese, also die Krankengeschichte. Dazu stellt der Arzt dem Patienten eine Reihe von Fragen über den Beginn und den Verlauf der Tinnitus Wahrnehmung und eventuell frühere Vorkommnisse in Zusammenhang mit dem Tinnitus, zum Beispiel eine akute Hörminderung. Bei der Anamnese geht es darum, mögliche Ursachen für den Tinnitus zu erkennen und die Stärke des Leidensdruckes abzuschätzen.

Der HNO-Arzt kann zur weiteren Abklärung des Tinnitus verschiedene Untersuchungen veranlassen beziehungsweise durchführen. Ziel dabei ist es, herauszufinden, ob der Tinnitus nur ein Symptom für sich alleine oder das einer Ohrerkrankung ist bzw. ob er durch andere Begleiterkrankungen ausgelöst wurde. Folgende Untersuchungsverfahren stehen dem HNO-Arzt zur Verfügung:

Eine zusätzliche Untersuchung des Gleichgewichtsorgans kann notwendig sein, wenn mit dem Tinnitus auch eine Schwindelproblematik einhergeht. Hierbei können sowohl Erkrankungen des Innenohres sowie des Hörnervens identifiziert werden.

Untersuchungen des Kopfes auch insbesondere der Kiefergelenke, der Halswirbelsäule und gegebenenfalls Blutuntersuchung werden zusätzlich veranlasst, wenn sich keine Ursache für den Tinnitus feststellen lässt, die direkt mit dem Ohr zusammenhängt.

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Tinnitus Behandlung: Chronischer Tinnitus lässt sich in den meisten Fällen verhindern

Manchmal verschwindet der Tinnitus in wenigen Stunden bis 1-2 Tage von selbst, als wäre nichts gewesen. Sollte der Tinnitus weiter anhalten, muss die Ursache gesucht und gezielt behandelt werden. Ist keine Ursache für den Tinnitus auszumachen kann ein symptomatischer Behandlungsversuch erfolgen. Zu den möglichen symptomatischen Therapien für einen subjektiven Tinnitus zählen:

Tritt der Tinnitus beispielsweise stressbedingt auf, helfen manchmal schon ein paar Tage Ruhe und Medikamente, damit das Geräusch abklingt. Insbesondere Stresspatienten sind jedoch auch nach einem Tinnitus weiterhin gefährdet. Die Methode der Musiktherapie ist verhältnismäßig neu, zeigt aber Wirkung: Mehr als 80% der Patienten einer Pilotstudie halfen Summ-  und Entspannungsübungen, den Tinnitus zu verbessern, weitere 8% empfanden ihren Tinnitus sogar als vollkommen geheilt.

Oftmals geht mit dem Tinnitus eine einseitige oder sogar beidseitige Hörstörung einher, die bestehen bleiben kann. Damit der Tinnitus nicht zu einer chronischen Beeinträchtigung Ihres Lebens wird, ist zum Beispiel ein Hörgerät oder Tinnitus-Gerät häufig die einzige Möglichkeit, die Tinnitus Problematik zu bewältigen.

Hörgeräte helfen dabei, die Lebensqualität der Betroffenen dauerhaft zu verbessern. Mit ihnen haben Menschen mit einer Hörstörung die Chance, wieder am sozialen Leben teilzunehmen und Geräusche von außen besser wahrzunehmen.

Was tun bei Tinnitus? Hörgeräte, Tinnitus-Geräte, Tinnitus-Instrumente, Noiser und Co.

Mit einem Tinnitus und einer anhaltenden Schwerhörigkeit lebt es sich nur halb so schön. Hörgeräte helfen dabei, die Lebensqualität der Betroffenen dauerhaft zu verbessern. Mit ihnen haben Menschen mit einer Hörstörung die Chance, wieder am sozialen Leben teilzunehmen und Geräusche von außen besser wahrzunehmen. Tinnitus-Geräte können auf die einzelnen Frequenzen des entsprechenden Tinnitus eingestellt werden und ermöglichen eine breitbandige Geräuscherzeugung, die die Tinnitus Wahrnehmung zurückdrängt. Sie können im Sinne einer Maskierung oder auch Teilmaskierung (Tinnitus-Retraining-Therapie) eingesetzt werden. Bei der Tinnitus-Retraining-Therapie wird das Tinnitus-Gerät so eingestellt, dass es ein spezielles, angenehmes Hintergrundgeräusch produziert, sodass das Gehirn das störende Ohrensausen als Hintergrundgeräusch einstuft und lernen kann dieses Geräusch aus dem Fokus der Aufmerksamkeit auszublenden.

Ein Noiser ist lediglich eine Bezeichnung für ein Tinnitus-Gerät und stellt keine eigene Gerätekategorie im Sinne der Hilfsmittelversorgung dar. Tinnitus-Instrumente werden dann eingesetzt, wenn neben dem Tinnitus auch eine Schwerhörigkeit besteht. Sie sind Kombinationsgeräte aus einem Hörgerät und einem Tinnitus-Gerät.

Kann man Tinnitus vorbeugen?

Übermäßiger Lärm und Stress gelten als Hauptursachen für die Entstehung von Tinnitus. Durch einen aufmerksamen Umgang mit Lärmquellen und Stress lassen sich diese Risikofaktoren reduzieren. Gehörschutz bei Konzerten und die Nutzung von Kopfhörern bei zum Beispiel lauter Musik aber auch ein effizientes Zeitmanagement, regelmäßige Ruhezeiten und Entspannungsübungen helfen dabei, sowohl Lärm als auch Stress auf einem geringen Pegel zu halten.

Vor Tinnitus sind Sie jedoch auch bei einem gesunden und stressfreien Lebensstil nicht zu 100% geschützt. Wir raten Ihnen, schon beim ersten Auftreten von unangenehmen Ohrgeräuschen ein HNO-Arzt aufsuchen und sich auf Tinnitus und testen zu lassen.

Tailor-made notched music training: Musiktherapie zur Behandlung von chronisch subjektiven Tinnitus. Hierbei wird zunächst die Tinnitus-Frequenz bestimmt, anschließend wird die Lieblingsmusik speziell gefiltert und über bestimmte Zeit gehört. Die Wirksamkeit dieser Therapieform wurde in wissenschaftlichen Studien belegt. Mehr Infos finden Sie hier!

 


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